Max-Planck-Forscher feiern Jubiläum in Göttingen

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Göttingen. Zehn Jahre gibt es das Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Aus diesem Anlass findet am Freitag, 12. Dezember, ein Jubiläumstag statt.

Das Max-Planck-Institut hat derzeit 270 Beschäftigte. Dort arbeiten Physiker, Mathematiker, Informatiker, Chemiker, Biologen und Geologen. In enger Zusammenarbeit klären sie „dynamische und selbstorganisierte Phänomene“. Dabei geht die Forschung von Nanomaschinen in lebenden Zellen bis hin zur Bildung von Wolken. Obwohl sich diese Systeme unterschiedlichen Fachrichtungen zuordnen lassen, folgen sie ähnlichen Gesetzmäßigkeiten und lassen sich mit ähnlichen Methoden beschreiben und erforschen.

Gründung im Jahr 1925

Das Institut wurde 1925 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Strömungsforschung gegründet und gehört zu den alten und traditionsreichen der Max-Planck-Gesellschaft. Der Gründungsdirektor Ludwig Prandtl prägte die frühen Jahrzehnte und machte das Institut zur führenden Einrichtung der experimentellen und theoretischen Strömungsforschung.

Auf die Bedeutung Ludwig Prandtls wird der Historiker Dr. Michael Eckert vom Deutschen Museum München in seinem Festvortrag eingehen. Ein Prandtlscher Windkanal aus der Anfangszeit steht heute in der modernen Experimentierhalle des Instituts für Dynamik und Selbstorganisation. Hier beobachten die Strömungsforscher die Dynamik vieler Einzelwirbel, zum Beispiel die Turbulenzen, die sich in einer Wolke zusammenfinden. Mit ihrem Grundlagenverständnis dieser Wolkendynamik hoffen sie, in Zukunft bessere Niederschlagsprognosen machen zu können.

Ein neues Forschungsprogramm führte 2004 zur Umbenennung des Instituts in Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Im Laufe dieser zehn Jahre entstanden zahlreiche fruchtbare Kooperationen mit anderen Wissenschaftlern und Arbeitsgruppen am Standort Göttingen. (bsc)

Kontakt: Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Am Faßberg 17, 37077 Göttingen, Tel. 0551/ 5176-0 www.ds.mpg.de

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