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Das Max-Planck-Gymnasium in Göttingen ist eine Schule mit Courage

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Von: Lea Beckmann

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Claudia Schanz (von links) überreichte den Titel an die Lehrerinnen Sandra Joede und Christine Henne und an Schulleiter Wolfram Schrimpf.
Das Max-Planck-Gymnasium ist nun offiziell eine Schule mit Courage: Claudia Schanz (von links) vom Niedersächsischen Kultusministerium überreichte den Titel an die Lehrerinnen und Leiterinnen der AG Courage Sandra Joede und Christine Henne und an Schulleiter Wolfram Schrimpf. © Lea Beckmann

Das Max-Planck-Gymnasium in Göttingen trägt nun offiziell den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“.

Göttingen – „Heute ist ein besonderer Tag“, sagte Schulleiter Wolfram Schrimpf. Denn: Das Max-Planck-Gymnasium in Göttingen hat nun offiziell den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ erhalten. Damit gehe die Schule mutig und couragiert gegen jegliche Form von Rassismus vor.

Man müsse endlich etwas gegen Rassismus tun. Diese Botschaft vermitteln die Schüler in dem Theaterstück „Das Casting“, das sie anlässlich der Titelverleihung am Donnerstag aufführten.

Schule mit Courage: Rassismus im Theater

Sie beschäftigten sich mit dem Stück „Othello“ von William Shakespeare und zeigten, wie viel Rassismus eigentlich in dieser Tragödie steckt. Es geht um den dunkelhäutigen Feldherren Othello, der aus Eifersucht – die durch den Intriganten Jago verstärkt wird – seine Ehefrau Desdemona und dann sich selbst umbringt. So wie es Shakespeare geschrieben hat, dürfe man das Stück nicht aufführen, waren sich die Schüler einig.

Vor vier Jahren haben wir angefangen uns näher mit dem Thema Rassismus an unserer Schule zu beschäftigen“, sagte Christine Henne, die zusammen mit Sandra Joede die AG-Courage leitet.

Schule mit Courage: Was bedeutet Rassismus?

In der Projektwoche haben sie sich mit dem Begriff Rassismus auseinandergesetzt und erarbeitet, was dieser überhaupt bedeutet. Daraufhin informierten sie sich, was man tun muss, um eine Schule mit Courage zu werden. Dafür brauchten sie zum einen eine Selbsterklärung, in der 70 Prozent der Schulmitglieder sich dafür aussprechen, couragiert gegen Rassismus vorzugehen. Das war schnell erledigt.

Das Deutsche Theater Göttingen ist Projektpartner

Und man brauche einen Projektpartner. Der habe sich auch schnell gefunden – das Deutsche Theater Göttingen.

Die Schüler engagierten sich in Projekten, wie dem Zeichenwettbewerb „MPG zeigt Farbe“ oder mit der Sticker-Aktion „Zusammenhalt. Vielfalt. MPG.“ „Wir freuen uns sehr über die Titelverleihung und bleiben auch weiterhin engagiert“, sagte Sandra Joede.

Max-Planck-Gymnasium steht für Respekt und Toleranz

Dann war es endlich soweit. Claudia Schanz vom Niedersächsischen Kultusministerium überreichte der Schule den Titel. „Ihr habt ihn wirklich verdient“, sagte sie. Eigentlich hätte das Gymnasium den Titel schon 2020 erhalten, doch die Corona-Pandemie ließ dies nicht zu.

„Nun steht ihr offiziell für Respekt und Toleranz ein“, erklärte Schanz. Mit der Titelverleihung verpflichte sich jedes Schulmitglied Diskriminierung und Rassismus zu überwinden, nicht wegzusehen und Konflikte mit Respekt zu lösen. Zudem muss die Schule mindestens einmal im Jahr ein Projekt zum Thema Rassismus organisieren.

In Niedersachsen tragen mittlerweile mehr als 370 Schulen den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Deutschlandweit sind es mehr als 3.300 Schulen. (Lea Beckmann)

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