Von 1974 bis 1996 Chefarzt der Lungenklinik 

Mediziner Ulrich Hüttemann mit 77 Jahren gestorben

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Ulrich Hüttemann 

Göttingen. Am 4. Mai 2016 verstarb Prof. Dr. Ulrich Hüttemann nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren in Göttingen. 

Mit der Uni-Stadt verbindet den Mediziner ihn eine lange gemeinsame Geschichte.

Nach dem Studium der Humanmedizin war er 22 Jahre lang, von 1974 bis 1996, Chefarzt der Lungenklinik Lenglern an der Universität Göttingen. Hier beschäftigte sich Professor Hüttemann vornehmlich mit Lungen- und Atemwegserkrankungen, die chronisch, umwelt- oder berufsbedingt auftreten. Ein weiteres ihm wichtiges Thema waren Lungenerkrankungen bei Kindern.

Bekanntheit erlangten Hüttemann und die Klinik auch durch die lungenärztliche Versorgung von 10.000 Vietnamflüchtlingen („boat people“).

In der Tuberkulosevorsorge zog ihn die Stadt Göttingen seit dieser Zeit als Berater des Gesundheitsamtes hinzu.

Außerdem führte Ulrich Hüttemann seit 1997 eine Internistische pneumologische Praxis in Göttingen.

In den Neunzigern war er zwei Jahre lang Präsident der Norddeutschen Gesellschaft für Pneumologie.

Bis zuletzt veranstaltete er für die Ärztekammer Niedersachsen Fortbildungen und leitete bis 2001 die Weiterbildung „Umweltmedizin“.

Daneben engagierte sich Prof. Hüttemann ehrenamtlich, so hatte er den Vorsitz im Verein „Gesundheitspflege in Stadt und Landkreis Göttingen“, der sich besonders um Kinder und Jugendliche kümmert. Außerdem war er Mitgründer der „Gesundheitsregion Göttingen“.

1998 wurde er Präsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland (NID). Diese Initiative hatte großen Einfluss auf den heute bestehenden gesetzlichen Nichtraucherschutz.

Ulrich Hüttemann erhielt 1998 die Paracelsus-Medaille der Ärztekammer Niedersachsen. Die Medaille zeichnet Ärzte aus, die durch besonders vorbildliche ärztliche Haltung oder außerordentliche wissenschaftliche Leistungen hervorstechen, oder die sich durch Verdienste um die Stellung des ärztlichen Standes glänzen. 

Prof. Dr. Ulrich Hüttemann, der mehr als 150 wissenschaftliche Publikationen verfasste, 51 Promotionen als Professor begleitete, und sich gesellschaftlich engagierte, war ein würdiger Preisträger. 

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