Bessere Busanbindung

Mehr Busse und Handytarif: Rosdorf und Bovenden gehören nun zum Luftlinientarif

Gruppenfoto der Verantwortlichen des Handy-Luftlinientarifs für Busfahrten an einer Haltestelle.
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Präsentationsfahrt: Dabei wurden das verdichtete Takt-Angebot und die Ausweitung des Handy-Luftlinientarifs auf Rosdorf und Bovenden vorgestellt. Das Bild entstand an einer Haltestelle in Rosdorf.

Die Göttinger Nachbarorte Rosdorf und Bovenden sind ab sofort noch besser per Bus an die Uni-Stadt angebunden – bis zu vier Mal je Stunde.

Göttingen/Rosdorf/Bovenden – Außerdem kann man in diesem Bereich über eine Smartphone-App seinen „digitalen Fahrschein“ lösen.

„Mit dem weiteren Ausbau des Linienbusverkehrs im Landkreis Göttingen aus dem Umland ins Oberzentrum sorgen wir für eine Entlastung des Straßenverkehrs in der Göttinger City“, sagte Göttingens Erste Kreisrätin Christel Wemheuer bei einer Präsentationsfahrt. Dies sei ein weiterer Schritt für Mobilität im Landkreis, Lebensqualität in der Stadt Göttingen und den Klimaschutz.

Täglich gibt es laut Erhebungen 3.600 Pendler zwischen Rosdorf und Göttingen sowie 4.200 Pendler zwischen Bovenden und der Uni-Stadt. Deshalb hoffen Stadt und Landkreis Göttingen, die beiden Gemeinden und der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN), dass noch mehr Kunden aus den Göttinger Nachbarorten das Auto stehen lassen und auf den Bus umsteigen.

Mit den Stadtbussen der neuen Linie 34 und den Überland-Linien 180 und 185 gibt es bis zu vier Buspaare je Stunde zwischen Göttingen und Bovenden. Für ein ähnliches Angebot für Rosdorf sorgen die Stadtbuslinien 61 und 61 sowie die Überland-Linie 130. Das Bus-Mehrangebot ist natürlich nicht zum Nulltarif zu haben. Der ZVSN finanziert die Ausweitung mit jährlich 241.000 Euro, die Stadt Göttingen gibt 120.000 Euro dazu und Bovenden sowie Rosdorf je 7.500 Euro.

Natürlich kann man für die Fahrten weiterhin das Ticket auf Papier beim Fahrer kaufen, aber ab sofort gilt auch der Luftlinientarif über die Handy-App „Fairtiq“ für Busfahrten zwischen Göttingen, Rosdorf und Göttingen. Dabei wird nur die Luftlinie, die zwischen Ein- und Ausstiegspunkt liegt, in die digitale Fahrscheinberechnung einbezogen.

Das Ticket kostet für Erwachsene 1,20 Euro Grundgebühr zuzüglich 20 Cent je Kilometer Luftlinie. Der Höchstfahrpreis für die einfache Fahrt liegt bei 2,20 Euro und ist damit günstiger als ein Göttinger Stadtticket (2,40 Euro) beziehungsweise ein Ticket zwischen Göttingen und Rosdorf/Bovenden (2,50 Euro). Außerdem ist es damit sogar möglich für 2,20 Euro von Bovenden bis nach Rosdorf durch Göttingen zu fahren.

Wer mehrmals an einem Tag fährt, zahlt übrigens maximal sechs Euro – Kinder jeweils die Hälfte. Michael Neugebauer, Geschäftsführer der Göttinger Verkehrsbetriebe, hob hervor, dass der Luftlinien-Tarif für die Kunden einfach zu nutzen ist.

Für Michael Frömming, Verbandgeschäfsführer des ZVSN, ist die Einführung des Luftlinien-Tarifs in den Kernorten der Göttinger Nachbargemeinden ein weiterer wichtiger Schritt für die Digitalisierung im Nahverkehr. Sein Ziel bleibt die Einführung des Handy-Luftlinientarifs im gesamten Verbundgebiet. (Bernd Schlegel)

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