Mehr verletzte Radler bei Unfällen

Viel los: Auf den Radwegen und Fußgängerüberwegen in Göttingen ist viel los – das führt zu vielen Unfällen. Die Quote der Radlerunfälle ist hoch. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Uni-Stadt bleibt ein gefährliches Pflaster für Radfahrer: An etwa jedem Dritten aller Unfälle im Straßenverkehr sind Radfahrer beteiligt. Immerhin: 2014 gab es weniger Schwerverletzte als im Vorjahr.

Von 684 bei Unfällen im Stadtgebiet Verletzten, waren 233 Radfahrer. Das wurde in der am Freitag vorgestellten Statitistik der Polizeisinspektion Göttingen deutlich.

Eine hochprozentige Ursache für das Zustandekommen der Unfälle ist laut Polizei, dass manche Radler vor dem Fahren zu viel Alkohol tanken: 2014 passierten 14 Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Beispiel: Ein 23-jähriger Radfahrer wurde schwer verletzt, als er mit einem geparkten Auto zusammenstieß. Ein Alkoholtest ergab 1,8 Promille. Bei Kontrollen gingen den Beamten 233 Radler ins Netz, die den Tatbestand „Trunkenheit im Verkehr“ erfüllten. Alkoholisiert, das bedeutet dabei einen Alkohol-Promille-Anteil im Blut ab 1,6.

Positiv: 2014 verletzten sich bei Unfällen im Stadtgebiet weniger Radfahrer schwer: 28 mussten mit schweren Verletzungen behandelt werden.

Noch besser: Kein Radfahrer kam 2014 in Göttingen ums Leben. Allerdings wurden mit 198 Radfahrern 2014 genau 26 mehr verletzt als im Vorjahr.

Die Göttinger Polizei ist seit Jahren bestrebt, die Unfallzahlen zurückzufahren, startet Präventionsveranstaltungen, auch, um die alljährlich etwa 3000 neuen und ortsunkundigen Studenten auf die Gefahren des Fahrradfahrens in Göttingen vorzubereiten. Zweites Mittel sind Kontrollen: auch dabei werden zunächst oft Ermahnungen ausgesprochen, oft aber auch Bußgelder zu kassieren bei Fehlverhalten, defekten Fahrrädern und natürlich dem Fahren unter Altkoholeinfluss.

Ob Sich neue Verkehrsführungen durch den E-Radschnellwegbau in den Jahren 2014 und 2015 generell auf die Unfallstatistik auswirken, das sei noch unklar, so die Auskunft der Polizei.

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