Göttinger Entsorgungsbetriebe legen Zwischenbilanz von Versuch mit Sammelbehältern vor

Mehr Wertstoffe in der Gelben Tonne

Tonnenballett: In der Gelben Tonne (Vierte von links), die in Göttingen allerdings nur einen gelben Deckel hat, werden Wertstoffe, zum Beispiel Gelbe-Sack-Verpackungen, gesammelt. Foto: GEB/nh

Göttingen. Seit Anfang des Jahres gibt es in einigen Bereichen Göttingens keine Gelben Säcke mehr. Stattdessen wurde die Gelbe Tonne eingeführt. Nun legen die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) Zwischenergebnisse vor.

Erstes Fazit: Bislang wurden in den Gelben Tonnen zusätzlich 400 Tonnen verwertbare Abfälle aus Metallen und Kunststoffen gesammelt. Das sind pro Einwohner etwa drei Kilogramm zusätzliche Wertstoffe, die sich in 1,2 Kilogramm Gelbe-Sack-Verpackungen und 1,7 Kilogramm materialgleichen Nichtverpackungen aufteilen.

Allerdings ist kein eindeutiger Trend einer Verlagerung von Wertstoffen aus dem Restabfall in die Gelbe Tonne zu verzeichnen. Gelbe-Sack-Verpackungen, die im Restmüll landen, sind lediglich von acht auf sieben Kilogramm pro Einwohner und Jahr gesunken. Bei materialgleichen Nichtverpackungen verringerte sich der Wert lediglich von sechs auf fünf Kilogramm je Einwohner und Jahr. Das haben die Untersuchungen der GEB ergeben. Das Versuchsgebiet mit 6800 Personen liegt in Teilbereichen des Hagenberges und des Holtenser Berges. Außerdem gehört die Studentensiedlung Gutenbergstraße dazu.

Es gibt aber auch Lob: Das Material in der Wertstofftonne ist „sehr gut sortiert“ und enthält laut GEB nur wenige Störstoffe. Die finale Auswertung zum Ende des Jahres 2014 wird zeigen, wie hoch die Abschöpfung der Wertstoffe in Göttingen tatsächlich ist. Nach Abschluss der Testphase soll auch die Entscheidung fallen, ob die Gelbe Tonne flächendeckend in Göttingen eingeführt wird. Hintergrund für den Test ist das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz. Es verpflichtet die Kommunen, ab 2015 Metall- und Kunststoffabfälle, also materialgleiche Nichtabfälle, getrennt zu sammeln, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Für die flächendeckende Einführung der Gelben Tonne spricht laut GEB, dass die Straßen dadurch sauberer werden, da keine Gelben Säcke beziehungsweise deren Inhalt herumfliegt. (bsc)

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