7000 - 10 0000 Teilnehmer

Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Göttingen für das Klima

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Mehrere tausend Teilnehmer, aus zwölf unterschiedlichen Protestzügen und mehr als 30 Göttinger Verbänden nahmen an der Großdemo teil.

An den Fridays for Future-Protesten nehmen längst nicht mehr nur Schüler teil. Auch Lehrer, Eltern, Studenten, Verbände und Betriebe gingen mit auf die Straße. 

Tausende Demonstranten ziehen am Freitag durch die Göttinger Innenstadt. Am Straßenrand schauen viele zu: einige filmen, andere klatschen, manche motzen. „Stellt Eurer glotzen ein, reiht euch in die Demo ein“, fordern sie. 

Mehrere Sternmärsche durch die Stadt

Gegen 11.15 Uhr füllt sich der Schulhof des Hainberg-Gymnasiums mit Demonstranten. Viele Schüler haben bis eben im Unterricht Schilder gemalt. „Euch gehen die Ausreden aus. Uns die Zeit“, heißt es da. 

Ein Mädchen reckt das Bild eines Eisbären auf einer kleinen Eisscholle in die Höhe. Darunter der Satz „Das war’s mit Lars.“ Als die Sambatruppe zu trommeln beginnt, machen sich rund 400 Schüler auf den Weg, so wie auch elf weitere Demozüge, die von unterschiedlichen Ausgangspunkten in Sternmärschen durch die Stadt laufen. Ziel ist das Neue Rathaus.

Blick von oben: Die Menschenmasse stand bis über die große Kreuzung am Geismartor hinaus

Auf dem Hiroshima-Platz ist eine Stunde später kaum ein Durchkommen. Die Polizei schätzt etwa 7000 Demonstranten, der Veranstalter 10 000. Dicht an dicht stehen die Menschen, die Kreuzungen am Geismartor sind blockiert, Polizisten haben den Verkehr umgeleitet. 

Autofahrer, Post- und Paketboten müssen Geduld mitbringen, denn die Straßen sind teilweise auch gesperrt. Etwa 70 Polizeibeamte sind in der ganzen Stadt im Einsatz, um den Verkehr zu regeln und für Sicherheit zu sorgen, Polizeisprecherin Jasmin Kaatz.

Proteste auch von Eltern, Lehrern, Interessierten und Betrieben

An den Klima-Demos nehmen längst nicht mehr nur noch Schüler und die Fridays for Future-Organisation teil: Die „Parents for Future“, eine Gruppe Gewerkschafter in roten Warnwesten, auch der evangelischen Kirchenkreis Göttingen und die Diakonie sind mit einer Delegation und einem Banner vertreten.

Zuvor haben mehr als 30 Organisationen und Verbände zu den Protesten aufgerufen und ziehen mit durch die Straßen. Darunter sind unter anderem Verdi, der BUND, das Deutsche Theater, IG Metall, Bio-Landwirte, verschiedene Uni-Institute sowie Mitarbeiter von der Jugendhilfe der Stadtverwaltung, wie Gianna Mascioni von der Göttinger Ortsgruppe Fridays for Future mitteilt.

Köhler: "Klimaschutz beginnt vor Ort"

Mitten im Geschehen vor dem Neuen Rathaus ist auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler: „Rathausvorplätze sind für Versammlungen da“, sagt er. „Es ist wichtig, dass die Gesellschaft diskutiert. Die jungen Leute haben mit ihren Protesten sehr viel in Bewegung gebracht.“ 

Weiterhin teilt er mit, dass Klimaschutz einen Wandel der Gesellschaft voraussetze. Es sei wichtig, mit allen gesellschaftlichen Gruppen über Wege aus der Klimakrise in engem Kontakt zu stehen. „Klimaschutz beginnt vor Ort, muss aber übergreifend verankert werden“, so Köhler.

Der Verband „Scientists for Future“ hat darüber hinaus einen Infostand aufgestellt. Sie stellen Informationen vom Weltklimarat zur Verfügung. „Die Datenlage ist eindeutig und die Diskussion, ob es überhaupt einen Klimawandel gibt, findet schon lange nicht mehr statt“, sagt Matthias Schmidt. 

Für Veränderungen müsse Geld in die Hand genommen werden. Veranschaulicht sei es derzeit für jeden etwa ein Prozent seines Einkommens. „Je länger man wartet, desto teurer wird es. Letztendlich wird definitiv Geld bezahlt. Die Frage ist, ob jetzt wenig oder später viel, wenn die Schäden noch gravierender sind“, sagt Schmidt.

Am Stand der "Scientists for Future"-Bewegung gab es Infos über den Klimawandel, seine Auswirkungen sowie Anpassungs- und Minderungsstrategien. 

Um 13 Uhr setzt sich der Demozug wieder in Bewegung. In den engen Straßen der Innenstadt kommt er kaum voran. Die Demo zieht über das Weender Tor, die Berliner und die Bürgerstraße zurück Richtung Neues Rathaus.

„Fridays for Future“ will bereits nächste Woche weiterstreiken. In einem „Streik-Camp“ auf dem Theaterplatz werden Vorträge, Workshops, Aktionstrainings und kulturelle Veranstaltungen angeboten.

Warum ein globaler Generalstreik?

Bei den global organisierten Klimastreiks wollen weltweit Menschen in über 3000 Städten auf die Straße gehen. In Deutschland sind Aktionen in etwa 500 Orten geplant. 

Anlass sind die Beschlüsse des Klimakabinetts am Freitag in Berlin und der UN-Klimagipfel vom 21. bis 23. September in New York. 

Mehrere Tausend bei Großdemo in Göttingen dabei 

Globaler Generalstreik Fridays for Future am 20.09.2019 in Göttingen.Mehrere tausend Teilnehmer, aus zwölf unterschiedlichen Protestzügen nahmen teil. FFF, Demonstration, Klima, Klimastreik, Klimademo, Demo, Fridays-Demo, Protest
 © 
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VON JESSICA SIPPEL UND REIMAR PAUL (EPD)

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