Kommentar zum Rauchmelder-Streit: Nur 35 Cent im Monat für mehr Sicherheit

Göttingen. Die Wohnrauminitiative Göttingen protestiert heftig dagegen, dass das Studentenwerk Rauchmelder von Profis installieren und warten lässt. Ein Kommentar von Christoph Papenheim.

Es gibt offenbar Menschen, die aus Prinzip so ziemlich gegen alles heftig protestieren. So wehrt sich die Wohnrauminitiative Göttingen mit starken Worten gegen die gesetzlich vorgeschriebene Ausstattung von Studentenwohnheimen mit Rauchmeldern, die von einer Fachfirma installiert und gewartet werden. Die Initiative will keine „Mieterhöhung durch die Hintertür“. Die Wohnheime sollen bezahlbar bleiben.

Ja geht’s denn noch? Hier geht es um 35 Cent je Rauchmelder und Monat. Das wird weder Studierende noch deren Eltern in die Privatinsolvenz treiben. Dafür können sie sich darauf verlassen, dass die piepsenden Lebensretter regelmäßig gewartet werden und zehn Jahre funktionieren. Bei eigenen Rauchmeldern besteht immer die Gefahr, dass jemand vergisst, die Batterie zu wechseln, weil sie ausgerechnet in den Semesterferien leer war. Oder, dass jemand die Batterie klaut oder den kompletten Rauchmelder oder dass ihn jemand übermalt oder zuklebt.

Und wenn dann etwas passiert? Dann ist es keiner gewesen. Also, liebe Studierende: Lasst die Kirche im Dorf und nehmt die geringen Mehrkosten hin, die ihr durch etwas Sparsamkeit bei den sonstigen Betriebskosten leicht ausgleichen könnt. Im Interesse der Sicherheit.

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