Nachhaltigkeitsreferat arbeitet zukunftsgerichtet

Alte Kranich-Apotheke als Zentrale für Nachhaltigkeit

Auch ohne Rezept in der Apotheke willkommen: Das Team des Nachhaltigkeitsreferats (von links): Karina Schell, Amelie Möller, Carolin Hoffrogge, Janes Grewer , Referatsleiterin Dinah Epperlein, Christiane Pförtner, Eva Holst, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Janina Bodmann.
+
Auch ohne Rezept in der Apotheke willkommen: Das Team des Nachhaltigkeitsreferats (von links) der Stadt Göttingen: Karina Schell, Amelie Möller, Carolin Hoffrogge, Janes Grewer , Referatsleiterin Dinah Epperlein, Christiane Pförtner, Eva Holst, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Janina Bodmann.

Das wachsende Nachhaltigkeitsreferat der Stadt Göttingen arbeitet im Gebäude der ehemaligen Kranich-Apotheke nahe des Neuen Rathaus.

Göttingen – Sind denn selbst bequeme Stühle schon umweltschädlich? Das könnte man meinen beim Anblick der Runde, die sich am Montag, 12. Oktober, in der ehemaligen Kranich-Apotheke in Göttingen zusammengefunden hat. Dort stellte sich – auf Hockern aus Press-Span – das neu geschaffene Referat für nachhaltige Stadtentwicklung seinem Patron vor: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD).

„Normalerweise läuft die städtische Verwaltung entlang einer Säulenstruktur“, erklärt Köhler. Doch Nachhaltigkeit sei eine Querschnittsaufgabe. „Die spielt in alle Bereiche mit herein.“ Der Aufgabe werde daher nur ein eigenes Referat gerecht. Ein sonst übliches Dezernat hätte sich wieder in die üblichen Hierarchien eingefügt, ist man sich im Rathaus sicher.

Seit 1. Januar 2021 geht es „so richtig“ los im Nachhaltigkeitsreferat, sagt dessen Chefin Dinah Epperlein. Seit Oktober ist das Team in der ehemaligen Apotheke in Blickweite des Rathauses beheimatet. Bis Jahresende sollen dort elf Leute arbeiten.

Oberbürgermeister Köhler ist stolz, dass die Stadt die Immobilie weiternutzen kann. „Die Apotheke ist nachhaltig gebaut, anders als die Gebäude von heute“, sagt er. Er bezieht sich unter anderem auf das darin gebundene CO2, das etwa in Holzbalken steckt.

Im Mittelpunkt des Referats stehen die Themen Klimaschutz, Klimaanpassung, Mobilität, nachhaltige Stadtentwicklung und Inklusion. Köhler bescheinigt dem Team bereits eine „sehr gute Leistung“ beim Verfassen des Klimaplans 2030. „Dieser umfasst ganze drei Bände“, erklärt Dinah Epperlein. „Das war unsere erste wichtige Aufgabe im Referat.“

Das Team erarbeitet Konzepte für eine klimafreundliche Stadtpolitik. Zudem werden Klimabudgets erstellt: Was wurde schon umgesetzt? Wo besteht Nachholbedarf in Sachen Klimaschutz? Hier hat man insbesondere den Gebäudebestand im Blick. Dort liege das meiste Einsparungspotenzial.

Dinah Epperlein gesteht gleichzeitig jedoch: „Es wäre vermessen zu sagen, wir decken alle Bereiche im Referat ab.“ Und am Ende setze auch nicht das Referat die Vorschläge um. Dafür seien anderen städtische Gremien und Betriebe zuständig. (Paul Bröker)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.