Fridays for Future

Menschenkette gegen Klimawandel in Göttingen

Mit dem Motto „FightFor1Point5“ kamen Menschen am Gänselieselbrunnen in der Göttinger Innenstadt zusammen, um ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen.
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Mit dem Motto „FightFor1Point5“ kamen Menschen am Gänselieselbrunnen in der Göttinger Innenstadt zusammen, um ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen.

Fridays for Future organisierte am Freitag eine lange Menschenkette durch die Innenstadt von Göttingen, um an die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erinnern.

Göttingen – Mit bunten Fahnen und bemalten Bannern kamen laut Polizei etwa 150 Menschen für die Aktion „FightFor1Point5“ von Fridays for Future am Gänselieselbrunnen zusammen, um an die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erinnern.

Die Bewegung „Fridays for Future“ hatte bundesweit zu Menschenketten, Laternenumzügen, Kerzenaktionen, „Laufdemos“ und Online-Protesten in rund 20 Städten aufgerufen – unter Einhaltung der Maskenpflicht und der Abstandsregelungen. Bereits am Mittwoch hatten Mitglieder von „Fridays for Future“ vor dem niedersächsischen Landtag in Hannover gegen das dort beschlossene Klimaschutz-Gesetz für Niedersachsen protestiert, das in ihren Augen nicht weit genug geht.

Aktivisten von „Fridays for Future“ und anderen Umweltgruppen blockierten zudem am Freitagvormittag nach eigenen Angaben das Büro der Grünen in Göttingen. Mit der Aktion werde für eine radikale Klimapolitik und gegen die Zerstörung des Dannenröder Waldes in Hessen demonstriert. Die Grünen kritisierten auf Bundesebene oft die Klimapolitik der Großen Koalition, gleichzeitig beteilige sich die Partei in Hessen als Teil der Landesregierung an der Rodung von rund 100 Hektar gesunden Mischwaldes zugunsten einer Autobahn: „Ein falscheres Signal gegen den Klimaschutz gibt es wohl kaum.“

Auch die Abiturientinnen Anusha (links) und Carlotta waren bei der Aktion von Fridays for Future dabei.

Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass alle beteiligten Länder gegen die Klimakrise vorgehen und die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen. Das fordert auch die lokale Bürgerinitiative „GöttingenZero“, die bei der Aktion vor Ort war. „Wir wollen etwas gegen das Ohnmachtsgefühl machen, das immer aufkommt, wenn man sich über den Klimawandel unterhält“, sagt Luise Przibilla, Mitbegründerin von GöttingenZero. Die Bürgerinitiative sieht auch die Stadt Göttingen in der Pflicht, Klimaneutralität bis 2030 – statt wie geplant bis 2050 – anzustreben. (ter/tko/epd)

Um das bei einem Bürgerentscheid durchsetzen zu können – sollte der Rat der Stadt Göttingen am bisherigen Klimaplan festhalten – sammelt die Initiative nun Unterschriften von Göttinger Bürgern. Wo die Unterschriftenlisten ausliegen, das kann im Internet bei GöttingenZero eingesehen werden.

Um der Bürgerinitiative beim Sammeln von Unterschriften zu helfen, ist eine Anmeldung per E-Mail unter goettingenzero@posteo.de nötig. Infos gibt es bei Fridays for Future im Internet. 

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