Initiative für Ehrenamtliche

Messe für Sportler: Kleine Vereine mit großen Ideen 

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Der SC Hainberg wird die offene Jugendarbeit im Viertel und den Betrieb der Funsporthalle vorstellen.

Das gab es noch nie in Göttingen – eine Messe für Sportvereine aus Südniedersachsen.

Am Samstag, 23. November, wird das Gelände des SC Hainberg auf den Zietenterrassen auf Initiative von Stadtsportbund Göttingen und Landessportbund Niedersachsen zum Anlaufpunkt für Ehrenamtliche und Interessierte.

Am Anfang war die Idee von SSB-Mann Klaus Brüggemeyer. Er, der als Referent für Vereins- und Organisationsentwicklung für den alltäglichen wie außergewöhnlichen Informationsfluss zu den Vereinen sorgt, wollte ein Treffen bieten, bei dem die Ehrenamtlichen sich Informationen und Tipps holen können, direkt bei Experten aus Bereichen wie Finanzen, Recht, Sportversicherung, Bauaktivitäten, Förderungsangeboten, Freiwilligendienst, Verwaltung und besonderen Initiativen.

Ideengeber vom SSB: Klaus Brüggemeyer. 

Brüggemeyer wollte einen neuen Weg beschreiten, auch, weil die schriftliche und elektronische Versorgung mit Informationen nicht ausreicht, viele gute Tipps, wichtige Ratschläge dabei auf der Strecke bleiben. Bei seinen Besuchen in Vereinen hat Brüggemeyer gemerkt: „Ein Austausch im Gespräch ist besser.“ Das bestätigt die schon jetzt starke Anmeldequote für die Sportvereinsmesse am 23. November: Mehr als 100 Vertreter aus 38 Vereinen haben ihr Kommen angekündigt.

Unterstützer vom LSV: André Pfitzner.

André Pfitzner vom Landessportbund (LSB) ist damit schon sehr zufrieden. „Wir können aber noch mehr unterbringen“, sagt Pfitzner, der das „wir“ aus Erfahrung sagt, er ist im Vorstand des gastgebenden SC Hainberg tätig. „Wir werden alle Räume nutzen, die wir haben.“

Apropos Räume: Die hat der „besondere Verein“, wie sich der SCH betitelt, kräftig erweitert – mit viel Eigenleistung und Unterstützung. Das Obergeschoss in den ehemaligen Panzerhallen der Zietenkaserne wurde aufwendig und behindertengerecht samt Aufzug und Rampen ausgebaut. Darüber wird der Verein in einer Kurzvorstellung berichten, ebenfalls wie er dafür Fördertöpfe anzapfte und Helfer für die enorme Eigenarbeit motivierte. Der SCH wird auch die offene Jugendarbeit im Viertel samt Funsporthallenbetrieb vorstellen, ebenso die Unterstützung von Geflüchteten, also die Integrationsarbeit. Der SCH ist Stützpunktverein der Initiative „Integration durch Sport“.

„Wir wollen an drei Beispielvereinen zeigen, was sich Vereine erarbeiten und was sie entwickeln können. Sie können das selbst am besten vermitteln“, erklärt Klaus Brüggemeyer das Konzept der Sportvereinsmesse.

Bei der Messe präsentiert sich auch der DSC Dransfeld. Ein Verein mit immerhin 1100 Mitgliedern, der vom LSB das „Gold“-Zertifikat erhalten hat, für „vorbildliche Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement“. Das kam nicht von ungefähr: DSC-Geschäftsführer Friedel Rehkop, der eine Sportmanagerausbildung absolvierte, kümmert sich sportartenübergreifend für die Freiwilligenschulung und Gewinnung von Ehrenamtlichen. Mit Erfolg: In zwei Jahren hat er 25 neue Ehrenamtliche gewonnen. Vielleicht auch dank eines selbst erstellten Handbuchs zum Einarbeiten von Ehrenamtlichen. Aktuell verbessert der DSC seine Angebote und eine Vereinsapp.

Mündener Ruderverein: Immer in Dreier-Gruppen kämpften die Mannschaften im Spätsommer auf dem Wasser um den Sieg bei der Stadtregatta.

Nicht minder erfinderisch ist der Mündener Ruderverein. Der Klub mit 225 Mitgliedern trägt das „Silber“-Zertifikat des LSB und hat bei dessen Digitalisierungswettbewerb Platz 2 geholt. Die Organisation einer „nachhaltigen Stadtregatta“ brachte den Sieg in einem Ideenwettbewerb und 10 000 Euro. Und der Ruderverein hat im Januar 2019 sogar einen deutschlandweiten Wettbewerb auch gegen ganz große Ruderklubs gewonnen: die „Women's rowing Challenge“. Mehr über Initiativen, Unterstützungsmöglichkeiten und neue Kontakte können die Messeteilnehmer in Kurzvorträgen und anschließenden Info-Workshops erfahren. „Fragen sind ausdrücklich erlaubt“, sagt Brüggemeyer.

Anmeldung: SSB Göttingen, Klaus Brüggemeyer, brueggemeyer@ssb-goettingen.de; Tel. 0551/7070141.

Weitere Infos gibt es hier.

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