BGH weist Revision ab

Messerattacke: 24-Jähriger aus Göttingen verurteilt

+
Symbolfoto Gericht

Göttingen. Knapp vier Jahre nach der brutalen Messerattacke eines 24-jährigen Mannes aus Göttingen gegen seine Ex-Freundin und deren kleinen Sohn ist der Täter jetzt rechtskräftig verurteilt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die Revision des Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Göttingen zurückgewiesen, teilte eine Justizsprecherin mit. Das Göttinger Gericht hatte den 24-jährigen Serben im November vergangenen Jahres wegen zweifachen versuchten Totschlages zu einer Jugendstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt. Er hatte im Juni 2009 seine damals 24-jährige Ex-Freundin und deren sechsjährigen Sohn mit einem Küchenmesser niedergestochen. Der Junge ist seitdem querschnittsgelähmt und kann nicht mehr selbstständig atmen. Seine Lebenserwartung ist verkürzt.

Siebenmal eingestochen

Die Mutter wurde so schwer verletzt, dass sie nur durch eine Notoperation gerettet werden konnte. Der 24-Jährige hatte siebenmal auf sie eingestochen, drei Stiche trafen die Lunge. Nach der Tat hatte sich der aus dem Kosovo stammende Täter nach Mazedonien abgesetzt, wo ihn später Zielfahnder aufspürten.

Verletzte Eitelkeit

Bereits im Juni 2011 hatte eine andere Kammer des Landgerichts Göttingen den Angeklagten zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte dieses Urteil jedoch aufgehoben und zur neuen Verhandlung an das Gericht zurückverwiesen. Im zweiten Anlauf wurde der Angeklagte dann nach dem milderen Jugendstrafrecht und nicht nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Als Tatmotiv vermutete das Gericht verletzte männliche Eitelkeit. (pid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.