Nach Rede im Rat der Stadt von Göttingen

Mietpreisanstieg bei Wohnungen in Grone: Linke üben Kritik an Dezernentin Broistedt

Der Jonaplatz im Göttinger Stadtteil Grone: Die Adler Real Estate plant Mieterhöhungen nach der Modernisierung von Wohnungen. Foto: Bernd Schlegel

Göttingen. Eine Rede von Petra Broistedt zum Thema Mieterhöhungen in Häusern der Adler Real Estate in Grone hat Mitgliedern der Göttinger Linke gar nicht gefallen.

Sie erwarten von ihr eine klare Stellungnahme zu den möglichen Mieterhöhungen der Adler Real Estate in Grone.

Broistedt hatte den Ratsmitgliedern der Linken bei einer Ratssitzung im September, bei der es um die Mietpreisentwicklung in dem Stadtteil ging, Stimmungsmache vorgeworfen. Broistedt hatte deutlich gemacht, dass maximal eine Erhöhung der Kaltmiete um 2,59 Euro pro Quadratmeter geplant sei. Die Durchschnittsmiete liege derzeit bei 5,46 Euro.

Die Reaktion Broistedts im Rat hat aus Sicht der Wählergemeinschaft Göttinger Linke gezeigt, dass keine kritische Auseinandersetzung mit den widersprüchlichen Aussagen der Adler Real Estate (ARE), die in Grone etwa 1050 Wohnungen besitzt, stattgefunden habe. „Dabei liegen zum Beispiel für die Belegwohnungen der Stadt konkrete Zahlen vor, die von einer viel höheren Miete ausgehen, als das, was die ARE momentan als Durchschnittsmiete angibt“, heißt es in einem Brief der Linken an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD).

Trotz der anhaltenden Proteste der Groner Mieter, man könne sich die drohenden Mieterhöhungen keinesfalls leisten, sollen anscheinend alle Planungen mit den „horrenden Mieterhöhungen“ umgesetzt werden, kritisiert die Linke. Neben der Modernisierung von Wohnungen ist die Aufstockung von Mehrfamilienhäusern geplant, um weiteren Wohnraum in Grone zu schaffen. Vorgesehen sind 200 zusätzliche Wohnungen.

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