Willkommenskultur

Migration: Neues Stadtlabor in Göttingen schafft Kontakte

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Die Projekt-Initiatoren: (von links) Birte Müchler, Prof. Sabine Hess, Jelka Günther, Eva Völker, Friedemann Yi-Neumann und Anoush Masoudi in den Stadtlabor-Räumlichkeiten der alten Göttinger Kranich-Apotheke, die in den kommenden sechs Monaten auch für Ausstellungen und Aktionen genutzt werden.

Neueröffnung: Das „Stadtlabor: Migration bewegt Göttingen“ geht der Frage nach, wie Kommunen und lokale Initiativen Migration, Willkommen und Inklusion gestalten.

„Seit der Flüchtlingskrise des Jahres 2015 ist die öffentlich-politische Debatte in Deutschland über die Gestaltung und Zukunft der Einwanderungsgesellschaft tief gespalten“, sagt Prof. Sabine Hess von der Göttinger Georg-August-Universität.

Willkommenskultur und Inklusion

Vor dem Hintergrund einer „emotionalisierten und mit Ressentiments aufgeladenen Diskussion“ richte das Projekt „Stadtlabor: Migration bewegt Göttingen“ in den kommenden sechs Monaten den Blick darauf, wie in Städten und Kommunen Migration, Willkommenskultur und Inklusion gestaltet wird.

Ausgangspunkt

„Das Stadtlabor ist Begegnungsstätte zwischen Wissenschaft, Kunst, zivilgesellschaftlichen Initiativen und der Öffentlichkeit“, sagt die Projektleiterin. Damit sei es Ausgangspunkt, um zusammen mit Akteuren der Stadtgesellschaft wie etwa dem Migrationszentrum Göttingen Einwanderungs- und Integrationsprozesse in Göttingen praxisnah in den Blick zu nehmen.

Ministerium fördert Projekt

Initiatoren des mit 100 000 Euro vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Projektes sind das „Centre for Global Migration Studies“ (CeMig) der Uni Göttingen, das Museum Friedland, das Boat people Projekt und das Literarische Zentrum Göttingen.

Ziel: Debatte versachlichen

„Grundlegendes Ziel ist es, die öffentlich-politische Debatte, die Migration vorwiegend als Problem bewertet, zu versachlichen“, sagt Projaktkoordinatorin Jelka Günther. Dies solle durch einen Dialog zwischen Wissenschaft, zivilgesellschaftlichen Initiativen und künstlerisch arbeitenden Kulturschaffenden geschehen, der kommunale Erfahrungen und Ressourcen aufzeigt.

Vielfältige Aktionen

„Dazu werden wir vielfältige Workshops, Kunstaktionen, Lesungen und Vorträge rund um das Thema gelebte Vielfalt in der Stadtgesellschaft veranstalten“, so Günther.

In der früheren Kranich-Apotheke

Untergebracht ist das Stadtlabor im ehemaligen Gebäude der Kranich-Apotheke gegenüber dem Neuen Rathaus am Schildweg 1. Bis Ende November werden dort in verschiedenen Formaten Forschungsergebnisse über kommunale Migrationspolitik in die Stadt und umgekehrt Praxiserfahrungen aus den Städten in die Forschung getragen. „Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter, durch Praxiserfahrung empirisch geerdeter und künstlerisch übersetzter Dialog, der lösungsorientiert kommunale Erfahrungen und Ressourcen aufzeigt“, hofft Prof. Sabine Hess auf rege Beteiligung aus der Bevölkerung.

Weitere Informationen sowie das komplette Veranstaltungsprogramm des Stadtlabors gibt es hier

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