Migrationszentrum: Hier gibt’s Hilfe für Flüchtlinge

Beratung im Migrationszentrum: Zeliha Karaboya, die Leiterin der Einrichtung, fungiert auch als Ansprechpartnerin. Foto: Schlegel

Göttingen. Wer Flüchtlingen helfen möchte, für den ist das Migrationszentrum für das Stadt und Landkreis Göttingen der Ansprechpartner. Die Einrichtung ist an der Weender Straße, Göttingens Einkaufsstraße, zu finden.

Hilfe bei der Wohnungssuche: Wer sich einbringen möchte, kann eine ganz praktische Aufgabe übernehmen. Hilfe wird derzeit bei der Wohnungssuche benötigt. Die Freiwilligen können als Türöffner fungieren und Flüchtlingsfamilien helfen, eigene vier Wände zu finden.

Lange Tradition: Vor 24 Jahren wurde das Migrationszentrum aus der Taufe gehoben. Seither stehen die Mitarbeiter als Ansprechpartner für Migranten, für Flüchtlinge, aber natürlich auch für Deutsche zur Verfügung, bei denen es um Ausländerfragen, zum Beispiel bei einer Heirat, geht.

Vielfältige Angebote: Bei den Experten gibt es Rat rund um das Aufenthalts- und Asylrecht sowie rund um das Sozialrecht. Typischer Fall: Eine Flüchtlingsfamilie kommt nach Göttingen und weiß nicht, wie das Leben funktioniert.

Konkrete Hilfe: Flüchtlingsfamilien erhalten ganz praktische Unterstützung bei der Bewältigung des täglichen Lebens. „Viele wissen nicht, wie man Kinder bei der Schule anmeldet“, sagt Indira Khalikova, Koordinatorin der ehrenamtlichen Hilfe für Flüchtlinge. Bei den Behördengängen gibt es dann konkrete Unterstützung. Jeden Tag kommen etwa 100 Besucher in das Büro, darunter 50 Teilnehmer an Kursen.

Deutsch- und Integrationskurse: Zu den Angeboten gehören auch Deutsch- und Integrationskurse. Ganz wichtig ist dabei auch die begleitende Kinderbetreuung, damit auch Frauen daran teilnehmen können. Die Kurse werden mit Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung angeboten. Es gibt acht Dozenten, zwei Betreuer für Kinder sowie eine Verwaltungskraft.

Projekt „MyFuture“: Ein Mitarbeiter der Evangelischen Erwachsenenbildung unterstützt im Projekt „MyFuture! Ehrenamtliche, die Erziehungslotsen werden. Diese Freiwilligen helfen Familien mit vielen Kindern bei Erziehungsaufgaben.

Fünf Hauptamtliche: Um die Arbeit des Migrationszentrums zu organisieren, arbeiten derzeit fünf Hauptamtliche Mitarbeiter für die Einrichtung - darunter Sozialarbeiter, Juristen sowie Sozialpädagogen.

Viele Ehrenamtliche: Damit Arbeit überhaupt funktioniert, ist das Migrationszentrum auf ein Netzwerk von freiwilligen Helfern angewiesen, die zum Beispiel den Gang zum Amt mit übernehmen. Insgesamt engagieren sich derzeit 125 Projekt in den verschiedensten Projekten - Tendenz steigend. „Täglich kommen mehrere Anrufe.“ Außerdem besteht enger Kontakt zu 17 Unterstützergruppen für Flüchtlinge in Göttingen und Umgebung.

Nachhilfe in Deutsch: Viele Freiwillige geben Unterricht in Deutsch und kümmern sich um Einzelpersonen oder kleine Gruppe. Andere organisieren Freizeitangebote, zum Beispiel Kochaktionen, Lauftreffs oder Kennenlernfeste - damit die Integration besser gelingt. (bsc)

Diakonieverband Göttingen ist Träger der Einrichtung

Finanziert wird das Migrationszentrum, das vom Diakonieverband Göttingen getragen wird, vom Land Niedersachsen, von der Landeskirche, dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Göttingen, Stadt und Landkreis Göttingen sowie durch die Erwachsenenbildung Südniedersachsen.

Das Migrationszentrum ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr sowie nach Absprache geöffnet. (bsc)

Kontakt: Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen, Weender Straße 42, 37073 Göttingen, Tel. 0551/55766, E-Mail: info@migrationszentrum-goettingen.de www.migrationszentrum-goettingen.de

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