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4,2 Millionen Euro für Göttingen: Damit die Innenstadt den Klimawandel besteht

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Von: Michael Caspar

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Göttingen soll zukunftssicher werden: Dinah Epperlein (links) und Erster Stadtrat Christian Schmetz freuen sich über die finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe, die Ministerin Birgit Honé (2.v.r.) mitbrachte. Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt verwies darauf, dass Göttingen auf Unterstützung angewiesen sei, um die Klimaziele zu erreichen.
Göttingen soll zukunftssicher werden: Dinah Epperlein (links) und Erster Stadtrat Christian Schmetz freuen sich über die finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe, die Ministerin Birgit Honé (2.v.r.) mitbrachte. Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt verwies darauf, dass Göttingen auf Unterstützung angewiesen sei, um die Klimaziele zu erreichen. © Michael Caspar

Die City in Göttingen soll zukunftssicher werden. Dafür bekommt die Stadt 4,2 Millionen Euro. Das Förderprogramm hat die EU aufgelegt.

Göttingen – Um das Göttinger Zentrum zukunftssicher aufzustellen, erhält die Stadt 4,2 Millionen Euro Fördergelder vom Land Niedersachsen. Die Betrag stammt aus dem Programm Resiliente Innenstädte, das die Europäische Union aufgelegt hat.

Wegen der immer häufiger auftretenden Hitzetage drohen drohen die Innenstädte, sich immer mehr unerträglich aufzuheizen. Bei Starkregen, die ebenfalls zunehmen, besteht die Gefahr von Überschwemmungen. „Die Städte müssen sich an den Klimawandel anpassen“, erklärte Birgit Honé (SPD), Niedersachsens Ministerin für Bundes und Europaangelegenheiten sowie für Regionale Entwicklung bei der Übergabe des Förderbescheids an Göttingens Ersten Stadtrat Christian Schmetz. Das Geld soll außerdem dazu dienen, die Innenstadt lebendiger zu machen und die Vielfalt der Nutzungen zu erhöhen.

„Wir wollen den mittleren Abschnitt der Weender Straße zusammen mit dem Jacobikirchhof und der nördlichen Jüdenstraße umgestalten“, kündigte Dinah Epperlein an, die in der Verwaltung das Referat für nachhaltige Stadtentwicklung leitet. Die bereits zehn Jahre alten Pläne sollen deshalb angepasst werden. Die Stadt will den vorhandenen Spielplatz aufwerten. Zudem sind Baumpflanzungen und Begrünungen von Fassaden vorgesehen.

„An der Planung wollen wir Bürger und Kirche, aber auch Einzelhandel und Dienstleister beteiligen“, sagte Epperlein. „Die Europäische Union erwartet das auch“, betonte Ministerin Honé. Innenstädte würden von vielen Menschen genutzt. Deren Wünsche stehen nach ihren Worten zum Teil diametral einander gegenüber. Deshalb seien Städte gut beraten, alle Beteiligten frühzeitig einzubeziehen und nach Kompromissen zu suchen.

Das finanzielle Spritze will Göttingen zudem zum Teil für die Sanierung von innerstädtischen Kultureinrichtungen, zu denen das Jungen Theater am Wochenmarkt, das Deutschen Theater am Wall und dem Städtischen Museum am Ritterplan gehören, verwenden. So soll etwa geprüft werden, ob sich multifunktionale Räume für zusätzliche Nutzungen schaffen lassen – etwa für Bürgertreffen oder Vereinsaktivitäten. Außerdem will die Stadt dafür sorgen, dass die City klimaschonender erreichbar wird. So wird über einen barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen oder das Aufstellen zusätzlicher Fahrradständer nachgedacht.

Um die drei Projekte umzusetzen, wird die Stadt eine Steuerungsgruppe einsetzen. Die Planungen sollen im kommenden Jahr beginnen. Göttingen hat sieben Jahre Zeit, um seine Vorhaben abzuschließen. „Wir wollen allerdings deutlich früher fertig sein“, machte Stadtrat Schmetz deutlich.

Dr. Ulrike Witt, Niedersachsens Landesbeauftragte für Regionalentwicklung, zollte der Verwaltung Respekt dafür, wie sie beim „Memory-Spiel um Fördermittel“ Gelder einwirbt. Göttingen sei angesichts des ehrgeizigen Ziels bis zum Jahr 2030 klimatneutral zu werden, auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Von Michael Caspar

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