20 Millionen Euro für Sonderforschungen am Göttinger Campus

Viel Geld für die Forschung in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert einen neuen Sonderforschungsbereich mit dem Schwerpunkt Zellforschung. Geld erhält auch die Universität Göttingen. Foto: Kopietz

Göttingen. Viel Geld kommt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für zwei bestehende Sonderforschungsbereiche (SFB): In den nächsten vier Jahren fließen 20,5 Millionen.

Der Geldsegen verteilt sich auf je einen SFB an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie an der Fakultät Biologie und Psychologie der Universität Göttingen. Dort wird der SFB 990 „Ökologische und sozioökonomische Tieflandregenwald-Transformationssysteme (Sumatra, Indonesien) mit 12,5 Millionen Euro für vier Jahre gefördert.

Die Arbeit an 25 Teilprojekten beschränkt sich aber nicht auf die genannten Fakultäten, sondern drei weitere sind beteiligt, dazu drei Partneruniversitäten in Sumatra. Sie alle untersuchen auf der indonesischen Insel welche Folgen die Umwandlung von tropischem Regenwald in Palmöl- und Kautschukplantagen hat.

Dabei soll ebenfalls aufgezeigt werden wie die ökologischen Funktionen tropischer Regenwälder und landwirtschaftlicher Nutzflächen erhalten und verbessert werden konnten – bei gleichzeitiger Steigerung des Wohlstands, wie Prof. Dr. Stefan Scheu, Sprecher des Sonderforschungsbereiches, schildert. „Das beinhaltet auch die Frage, wie landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz besser integriert werden können.“

Neu ist der Sonderforschungsbereich 1190 an der Universitätsmedizin mit dem Titel „Transportmaschinen und Kontaktstellen zellulärer Kompartimente“. Das sind die von Membranen umschlossenen Funktionsräume der menschlichen Zellen. Die Forscher beschäftigen sich mit der zentralen Frage „Wie gelingt es trotz der Trennung Moleküle und Informationen zwischen den Kompartimenten auszutauschen?

Eine Riesenaufgabe, an der 17 Arbeitsgruppen in 15 Einzelgruppen aus folgenden Einrichtungen am Campus Göttingen beteiligt sind: Sieben Institute und Kliniken der UMG, aus dem Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und dem MPI für experimentelle Medizin sowie dem Weizmann Institute of Science in Rhovot, Israel.

Kurzum: Die Projekte des SFB 1190 zielen darauf ab, grundlegende Prinzipien des Lebens, der Vorgänge in den Zellen, besser zu verstehen und Einblicke zu gewinnen, wie Fehlfunktionen in der Kommunikation in den Zellen zu Störungen der Funktion führen. 8,5 Millionen Euro zahlt die DFG in den nächsten vier Jahren an das Forschungsprojekt am Campus Göttingen.

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