Innovative Projekte anstoßen

Projektbüro Südniedersachsen eröffnet: 100 Millionen für die Region

Niedersachsenross zur Eröffnung: Staatssekretärin Birgit Honé (rechts) und Dr. Ulrike Witt vor einem Gänselieselbild. Foto: Papenheim
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Niedersachsenross zur Eröffnung: Staatssekretärin Birgit Honé (rechts) und Dr. Ulrike Witt vor einem Gänselieselbild.

Göttingen. Eine wirtschaftsschwache Region soll auf die Beine kommen: Das Projektbüro Südniedersachsen, das Freitag offiziell eröffnet wurde, soll innovative Projekte mit einem Umfang von 100 Millionen Euro anstoßen.

50 Millionen Euro kommen bis 2020 von der EU, erläuterte Staatssekretärin Birgit Honé  vor mehr als 100 Funktionsträger aus der gesamten Region. Die gleiche Summe sollen Kommunen und Wirtschaftsbetriebe aufbringen.

Anlass für das Südniedersachsenprogramm  der Landesregierung war die anhaltende Struktur- und Wirtschaftsschwäche der Region in Verbindung mit einem dramatischen Bevölkerungsrückgang um 20 Prozent bis 2030.

Das Projektbüro unter der Leitung von Dr. Ulrike Witt  mit fünf Mitarbeitern, die von der Stadt Göttingen und den Landkreisen der Region abgeordnet wurden, soll dafür sorgen, dass Ideen, die Strahlkraft für ganz Südniedersachsen haben, gefördert und auch umgesetzt werden.

Topthemen, betonte Göttingens Landrat Bernhard Reuter, sind, die Verbesserung der Mobilität als Daseinsvorsorge, bessere Strukturen unter anderem durch Breitbandausbau und die Gesundheitsversorgung: „Das Allerwichtigste ist die Förderung der Universitätsmedizin Göttingen. Was VW für Wolfsburg ist die UMG für Südniedersachsen.“

Als Beispiel für ein Projekt, das die Region voranbringen könnte, nannte Northeims Landrat Michael Wickmann eine S-Bahn-Linie von Göttingen nach Einbeck. So ließen sich für Wirtschaftsbetriebe in der Fläche hochqualifizierte Mitarbeiter anlocken, für die es wichtig ist, im Oberzentrum Göttingen zu wohnen. Im Gegenzug könnten Studierende preisgünstig auf dem Lande wohnen und schnell zur Universität nach Göttingen fahren. Honé warnte vor Illusionen, auch für das kleinste Dorf ließe sich die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr verbessern: „Wir werden das ein Stück zurückfahren müssen, aber trotzdem Sorge tragen, dass die Leute ärztlich versorgt werden und Lebensmittel einkaufen können.“

Der Landesbeauftragte Matthias Wunderling-Weilbier mahnte eine bessere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft an: „Beim Wissenschaftstransfer gibt es Luft nach oben.“

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