Wichtige Zusage

Mit bis zu einer Million Euro: Näder unterstützt das Kunstquartier

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Baustelle Kunstquartier an der Düsteren Straße: Das Projekt wird deutlich teurer. Foto: Bernd Schlegel

Göttingen. Das geplante Kunstquartier (KuQua) in der Göttinger Innenstadt mit einem Kunsthallenbau als Kernstück wird teurer. Jetzt hat der Orthopädie-Unternehmer Hans Georg Näder seine Hilfe zugesagt. Er will das Projekt mit bis zu einer Million Euro unterstützen.

Das berichtete Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) am Mittwoch in einer Sitzung des Rates. Vor knapp einem Monat war bekannt geworden, dass steigende Kosten das Innenstadt-Projekt von fünf auf mindestens sechs Millionen Euro verteuern. Da kommt die finanzielle Zusage des Unternehmers aus dem Eichsfeld natürlich gerade recht. Näder hatte dem Oberbürgermeister am 8. Mai die Zusage gegeben.

Zudem sind weitere Unterstützer in Sicht: So berichtete Köhler, dass die Sartorius AG den „kostenfreien Zugang“ zur künftigen Schau in der Anlaufphase ermöglichen will. Eine Privatperson will 52 000 Euro bis zum Jahr 2021 dazu geben.

Verleger Gerhard Steidl will ebenfalls dafür sorgen, dass das Projekt ein Erfolg wird. Er will die Küche im KuQua ausstatten und einen Pavillon für die Werke des berühmten US-Künstlers Jim Dine schaffen.

Köhler betonte noch einmal die Wichtigkeit des KuQua-Projekts. Es biete die einmalige Chance auf eine Umgestaltung dieses Teils der Innenstadt und werte die Museumslandschaft in Göttingen auf. Allerdings gebe es bei öffentlichen Bauprojekten immer mehr Probleme, da sich immer weniger Firmen an den Ausschreibungen beteiligen. Außerdem sei festzustellen, dass die Preise für Bauleistungen immer weiter steigen.

Setzt sich für das künftige Kunstquartier ein: der Duderstädter Unternehmer Hans Georg Näder.

Das Engagement für öffentliche Projekte geht bei Hans Georg Näder noch weiter: Der 56-Jährige will in seiner Heimat Duderstadt in ein Veranstaltungszentrum mit Hotel und Brauerei investieren. Dazu übernimmt er das bisherige Schützenhaus und die Eichsfeldhalle für jeweils einen symbolischen Euro.

Ein entsprechender Kaufvertrag wurde in der vergangenen Woche unterzeichnet. Zentraler Baustein ist die Veranstaltungshalle „HGN Cube“. Im Bereich des Schützenhauses soll zunächst eine Brauerei entstehen.

Zum Ensemble werden zudem unter anderem ein Hotel im Segmet „Drei Sterne plus“ und hochwertige Wohnungen zählen. Es wird geschätzt, dass die Umsetzung etwa 50 Millionen Euro kostet. Näder will den Betrag aus seinem Privatvermögen aufbringen. 

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