Göttingen

Mit dem Handy statt mit Kleingeld: Göttingen führt zusätzliches Bezahlsystem beim Parken ein

Ordnungsdezernent Christian Schmetz (links), Patrik Lundberg (2.v.l.) und Keven Lehmann (2.v.r.) von der Firma Parkster sowie Björn Baye (3.v.r.) und Heiko Dehne vom Parkraummanagement der Stadt Göttingen stehen auf einem Parkplatz neben einem Parkscheinautomaten. Keven Lehmann hält ein Schild zum Handy-Parken in der Hand
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Parkgebühren mit dem Smartphone bezahlen: Das ist ab sofort in Göttingen möglich. Ordnungsdezernent Christian Schmetz (links), Patrik Lundberg (2.v.l.) und Keven Lehmann (2.v.r.) von der Firma Parkster sowie Björn Baye (3.v.r.) und Heiko Dehne vom Parkraummanagement der Stadt Göttingen stellten das Projekt vor.

Wer einen Parkschein lösen muss, kein Kleingeld, aber ein Smartphone dabei hat, hat in Göttingen künftig kein Problem mehr. Denn: Die Stadt bietet nun einen Zusatzservice.

Göttingen – Ab sofort können die Gebühren fürs Parken in Göttingen nun auch per Smartphone bezahlt werden. Ähnlich wie andere Kommunen bietet die Stadtverwaltung jetzt diesen zusätzlichen Service.

Bislang war es nur möglich, die Gebühren mit Kleingeld oder an einigen Standorten auch per EC-Karte beziehungsweise Kreditkarte zu bezahlen.

Handy-Parken in Göttingen: Kooperation mit schwedischem Unternehmen

Mit dem neuen Service, eine Kooperation mit dem schwedischen Unternehmen „Parkster“, kommt jetzt auch das Smartphone ins Spiel. Wer den Service nutzen will, muss eine kostenlose App „Parkster“ auf sein Smartphone laden. Für die Nutzung müssen Name, Adresse, Handynummer und das Kennzeichen angegeben werden.

Die Bezahlung erfolgt per Rechnung oder auf Wunsch per Kreditkarte. Außerdem muss ein Parkzonen-Code angegeben werden, der auf einem grünen Zusatzschild am Parkscheinautomaten zu finden ist. Für die Nutzer fallen durch den Service keine zusätzlichen Kosten oder Gebühren an. In der Parkzone I (Innenstadt und Bahnhofsbereich) sind 1,50 Euro je Stunde zu zahlen.

In Parkzone II (innenstadtnahe Bereiche) sind es 70 Cent je Stunde. Die Stadt Göttingen bewirtschaftet etwa 4000 kostenpflichtige Parkplätze. Ordnungsdezernent Christian Schmetz betonte bei der Vorstellung des neuen Angebots, dass Parkscheine auch wie bisher gelöst werden können: „Es ist ein zusätzliches Angebot“.

Handy-Parken in Göttingen: Virtueller Parkschein kann unterwegs verlängert werden

Das „Handy-Parken“ hat einen weiteren großen Vorteil: Per Smartphone kann der virtuelle Parkschein von unterwegs aus immer wieder bis zur Höchstparkzeit verlängert werden. Über eine spezielle Anwendung auf einem mobilen Endgerät können die Kontrolleure der Stadt checken, ob der digitale Parkschein gelöst wurde.

Die Probephase, die für die Stadt kostenlos ist, dauert zunächst zwei Jahre. Der Anbieter Parkster, ein Spezialist rund um das digitale Parken, wurde im Jahr 2010 in Schweden gegründet.

Inzwischen ist das Unternehmen in mehr als 250 deutschen Städten vertreten, darunter in Duderstadt, Eschwege und Bad Hersfeld. Das System bietet noch zahlreiche weitere Möglichkeiten. So lässt es sich mit zukünftigen Parkleitsystemen koppeln. (Bernd Schlegel)

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