Mit dem Rad durch die Republik

Hagener Spendenradler Oliver Treleburg macht Halt in Göttingen

Weiter geht´s: Vor seiner Etappe nach Kassel wurde Spendenradler Oliver Trelenberg (im hellblauen Shirt) von Göttinger Radfahrern verabschiedet und auch ein Stück des Weges begleitet.
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Weiter geht´s: Vor seiner Etappe nach Kassel wurde Spendenradler Oliver Trelenberg (im hellblauen Shirt) von Göttinger Radfahrern verabschiedet und auch ein Stück des Weges begleitet.

Auf seiner Spenden-Radtour „Oli radelt“ hat Initiator und Spendenradler Oliver Trelenberg jetzt Halt in Göttingen gemacht.

Göttingen – Der 55-jährige Hagener ist seit dem 6. Juli mit dem Fahrrad in ganz Deutschland unterwegs, um unter dem Motto „Tue Gutes – und rede darüber“ auf die Belange von Krebspatienten aufmerksam zu machen. Auf seiner inzwischen fünften Benefiz-Tour sammelt er diesmal Spenden für die Hilfsorganisation „Flying Hope“.

Der gemeinnützige Verein, dem zahlreiche Pilotinnen und Piloten mit langjähriger Flugerfahrung angehören, vermittelt Flüge für Kinder, die dringend in Hospize, zu medizinischen Sonderbehandlungen oder Kuraufenthalten geflogen werden müssen und deren Familien selbst nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen.

Die Aktion „Oli radelt“, deren Schirmherr der Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz ist, führt Trelenberg in knapp drei Monaten durch 81 verschiedenen Gemeinden in Deutschland und schließlich zurück nach Hagen, wo er am kommenden Samstag nach rund 5000 Kilometern wieder ankommen möchte. Aufgrund der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie hat Trelenberg seinen ursprünglich für den 11. Mai geplanten Start um zwei Monate verschoben und holt nun seine Radtour unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln nach.

Trelenberg erkrankte 2013 selbst an Kehlkopfkrebs. Die Erfahrungen mit dieser Krankheit bewegten ihn dazu, seit 2014 unter dem Motto „Oli radelt“ auf seinen Radtouren über den Krebs zu informieren, Wege aus persönlichen Lebenskrisen aufzuzeigen und Spenden zu sammeln. In den vergangenen fünf Jahren konnte er so einen Spendenbetrag von rund 30.000 Euro zusammentragen.

„Der Einsatz von Oliver Trelenberg ist gerade in diesen Zeiten ein wunderbares Zeichen der Solidarität“, sagte Andreas Gruber, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), der das Engagement des Hageners würdigte und ihn zusammen mit Radsportlern des TuSpo Weende und anderen Radfahrern bei seiner Abfahrt aus der Universitätsstadt zum nächsten Etappenziel in Kassel verabschiedete.

„Das wird heute der 78. Tag meiner insgesamt 81 Tage dauernden Reise“, freute sich Oliver Trelenburg schon auf die Tagestour, die ihn auch durch Hann. Münden führen sollte. „Der Weg hierher von Hamburg über den Leine-Heide-Radweg hat mir sehr gut gefallen und auch die Region hier ist wirklich nett“, schwärmte der 55-Jährige, der zum ersten Mal in Göttingen war. Jetzt freue er sich aber auch darauf, in einigen Tagen wieder einmal in seinem eigenen Bett schlafen zu können.

Von Per Schröter

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