Interessierte können sich einbringen

Mit drei Millionen Euro vom Bund: Göttinger Cheltenhampark wird aufgemöbelt

Der Schwänchenteich im Cheltenhampark: Die Mauer des Gewässers müss dringend saniert werden.
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Der Schwänchenteich im Cheltenhampark: Die Mauer des Gewässers muss dringend saniert werden. (Archivfoto)

Er ist ein wenig in die Jahre gekommen und wird nun aufgemöbelt: Der Bund fördert die Sanierung des Göttinger Cheltenhamparks mit drei Millionen Euro.

Göttingen – Die Stadtverwaltung freut sich über die Förderung aus dem Bundesinnenministerium. Die Uni-Stadt hatte sich um Unterstützung aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ beworben. Es fördert vor allem Projekte, die auf eine nachhaltige Gestaltung im Sinne des Klimaschutzes und der Artenvielfalt ausgerichtet sind.

Cheltenhampark soll aufgemöbelt werden: Wichtige Grünfläche

Der Cheltenhampark stellt laut Verwaltung mit dem Schwänchenteich und dem angrenzenden Stadtwall eine wichtige, „stadtklimatische Grünfläche“ im innerstädtischen Bereich dar. Die Grünflächen und Wegestrukturen sollen fachgerecht neugestaltet werden. Dabei gilt es, die noch monotone Pflanzenstruktur zu bereichern und die Versiegelung zurückzubauen. Die Biodiversität soll durch eine „langlebige stabile Vegetation, die an Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels angepasst“ ist, erhöht werden. Die Bereiche des Parks werden neu gegliedert, so entsteht mehr Platz für ein „soziales Miteinander“. Über verschiedene Beteiligungsformate sollen Ideen von Bürgern und Fachleuten in den Planungsprozess einfließen.

Göttingens Baudezernentin Claudia Baumgartner freut sich, dass der „in die Jahre gekommene Cheltenhampark“ mit der Förderzusage durch den Bund nun zu einem „beliebten Alltagsort für alle Göttinger“ aufgewertet werden kann.

Cheltenhampark soll aufgemöbelt werden: Herausforderungen durch den Klimawandel

„Zugleich können wir angesichts der Herausforderungen durch den Klimawandel eine innerstädtische Parkanlage zukunftsfähig machen. Der Cheltenhampark mit dem Stadtwall übernimmt eine bedeutende Funktion als kaltluftliefernde Fläche“, sagt Baumgartner.

Das Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung (BBSR) gibt vor, dass die Projekte bis Ende 2024 umgesetzt sein müssen: „Das Arbeitspensum zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Förderprogramm ist hoch und gemessen an der Zeitschiene sehr eng“, so Baumgartner.

Cheltenhampark soll aufgemöbelt werden: Viele Themen

Auf Basis eines Gutachtens und eines Konzeptes soll die Gewässerqualität des Schwänchenteichs unter Verzicht auf technische Lösungen nachhaltig verbessert werden. Mit Blick auf die Klimaanpassung müssen dabei die Themen Starkregen sowie Abkühlung und Biodiversität berücksichtigt werden. Geplant sind zudem ein Naturspielplatz und geeignete Aufenthaltsangebote für Jugendliche.

Der asphaltierte Radweg soll zurückgebaut und durch eine wassergebundene Wegedecke ersetzt werden, auch zur Entlastung der Wurzeln der Bäume. Der Bau eines neuen Radweges über den Schildweg ist dabei nicht Teil des Förderantrags.

Bürgerbeteiligung

Im kommenden Jahr können sich Interessierte an den Planungen zu den Themen Gesamtgestaltungskonzept, Spielplatzgestaltung, Biodiversität im Park, Umweltbildung und soziales Miteinander beteiligen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Planungswettbewerbe. Eine erste Maßnahme ist die Instandsetzung der Mauer des denkmalgeschützten Schwänchenteichs in den Jahren 2022 und 2023. Die übrigen Projekte folgen 2023 und 2024. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf insgesamt 430 000 Euro. Der Rat hat das Projekt bereits genehmigt.

Von Bernd Schlegel

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