Mit „Frozen in time“

Göttinger Symphonie-Orchester veröffentlicht zu Ostern ein Videokonzert

In einer großen Halle sind mehrere Musiker sitzend und ein Dirigent stehend zu sehen.
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Zum Osterfest wird das neueste Videokonzert des Göttinger Symphonie Orchesters aus der Lokhalle zu sehen sein. Dann kann unter anderem „Frozen in Time“ abgerufen werden.

Vor Publikum auf der Bühne stehen. Das ist für das Göttinger Symphonie-Orchester noch nicht wieder möglich. Pünktlich zum Osterfest veröffentlicht es dafür aber ein Videokonzert.

Göttingen – Gemeinsam auf der Bühne stehen – vor Publikum. Das ist für die Akteure des Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) und ihren Musikdirektor Nicolas Milton in Pandemiezeiten ein noch ferner Traum. Aber: Die Bühne war in den vergangenen Tagen gebaut, das Licht bereitet – in der Lokhalle, wo das GSO im Herbst 2020 seine letzten Konzerte vor Publikum gegeben hatte.

Video-Konzert wird am 3. April auf Youtube veröffentlicht

Das GSO produziert dort aktuell ein neues Video: das Schlagzeugkonzert „Frozen in Time“ des israelischen Komponisten Avner Dorman.

Damit wollen die GSO-Verantwortlichen um Geschäftsführer Alexander Busche und Musik-Chef Nicholas Milton den Fans und generell Musikfreunden ein Ostergeschenk bereiten: Ab dem 3. April wird „Frozen in Time“ auf YouTube veröffentlicht.

„Es ist für die Musiker sehr wichtig, zusammenzuspielen“, beschreibt Alexander Busche. Damit alles so sicher wie möglich ist, greift auch der Geschäftsführer zum Wattestäbchen: Alle, die die Lokhalle betreten, werden auf eine Corona-Infektion (schnell-)getestet. Das kostet Geld, das aus der GSO-Kasse kommt, wie Busche sagt.

Geld kostet auch die Produktion, wobei man dabei wieder mit One Point Media aus Hannover zusammenarbeitet. „Die Konditionen stimmen“, sagt Busche.

Schlagzeug steht stets im Fokus der Kamera – viel Sendezeit

Auch die Atmosphäre stimmt am Freitagmittag in der Lokhalle: Zu spüren ist die im Sport wie in der Musik so erfolgversprechende Mischung zwischen Konzentration und Lockerheit. Immer wieder setzen die Musiker an, spielen einen Part ein, um es kurz darauf noch einmal zu tun.

Zwischendrin wird Chefdirigent Nicholas Milton, auch weil der die Partitur im Traum beherrscht, kurzerhand zum Regisseur, schaut auf den Monitor einer Kamera, überprüft den Bildausschnitt, und gibt per Zuruf ans Produktionsteam die Hinweise. „Die Bratsche jetzt groß – und das Schlagwerk.“

Letzteres dominiert beim Aufbau an der Südseite in der Lokhalle, nimmt die Pole-Position direkt vor dem Dirigenten-Podest ein und steht stets im Fokus einer Kamera. Die sieben weiteren werden je nach Bedarf von den drei Kameraleuten postiert.

So wird im Video ab dem 3. April denn GSO-Schlagzeuger Sergey Mikhaylenko viel „Sendezeit“ erhalten, oft zu sehen sein, wenn er sich in seinem von Instrumenten umstellten Arbeitsplatz zeitweis leichtfüßig und fix bewegt.

Schlagzeuger Sergey Mikhaylenko: Er spielt das Solo im Konzert „Frozen in Time“, das unter der Leitung von Nicholas Milton (vorn) eingespielt wurde.

Chefdirigent hört kleine Verspieler des Orchesters sofort

Mikhaylenko ist die Spielfreude anzusehen und das Zusehen macht ebenfalls Spaß. Den hat auch sein Chef Nicholas Milton, der bereits besagten Lockerheit-Konzentration-Mix ohnehin lebt.

Kleine Verspieler seiner Mannschaft bemerkt er natürlich und quittiert sie deutlich wie humorvoll: „Das habe ich auch gehört! Also machen wir das noch einmal, bitte!“

Sie müssen sich auch auf unterschiedliches Farbenspiel einstellen. Farben, die für die drei tektonischen Platten oder auch Erdteile stehen: Der erste Satz wird von gelben Licht untermalt, es steht für Eurasien. Blau – stellvertretend für Europa – begleitet Satz zwei und schließlich gibt es ein kräftiges Rot in Satz drei für Amerika.

Auch das Farbspiel zum teils fulminanten Werk „Frozen in time“ wird ab dem 3. April auf YouTube zu sehen sein – anzuklicken auch über die GSO Homepage. gso-online.de (Thomas Kopietz)

Mehr als ein halbes Dutzend Konzerte sind bereits online verfügvar

Fans des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) können inzwischen auf ein umfangreiches Online-Archiv zurückgreifen. Die Musiker zahlreiche Konzerte auf Video produziert.

Dazu gehören beispielsweise die Konzerte Heroes 1 und 2, Christmas in Göttingen, das Valentinskonzert, das Silvesterkonzert oder die Symphonie „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak sowie die musikalische Nussknacker-Lesung. Hinzu kommen Videos mit einzelnen GSO-Künstlern oder dem musikalischen Leiter Nicholas Milton. Das professionelle Online-Angebot wurde in den vergangenen Monaten ständig erweitert.

Fans des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) können inzwischen auf ein umfangreiches Online-Archiv zurückgreifen. Die Musiker zahlreiche Konzerte auf Video produziert.

Dazu gehören beispielsweise die Konzerte Heroes 1 und 2, Christmas in Göttingen, das Valentinskonzert, das Silvesterkonzert oder die Symphonie „Aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorak sowie die musikalische Nussknacker-Lesung. Hinzu kommen Videos mit einzelnen GSO-Künstlern oder dem musikalischen Leiter Nicholas Milton. Das professionelle Online-Angebot wurde in den vergangenen Monaten ständig erweitert. bsc

youtube.com/gsoonline

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