Leinekanalfahrten des Stadtsportbundes

Die Stadt einmal anders sehen: Mit dem Kanu auf der Leine durch Göttingen

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Stromschnelle: Am Waageplatz wird es spannend, die Boote schaukeln und es geht zügig auf dem Leinekanal voran. Helfer der DLRG passen auf, dass nichts passiert.  

Göttingen. Etwa 300 Kanuten wurden am Samstag und Sonntag durch den Leinekanal geleitet. Genug Wasser war unter dem Kiel und es taten ganz neue Einblicke auf.

Ein Kanuerlebnis der besonderen Art hatten am Wochenende die etwa 300 Teilnehmer der Leinekanalfahrten, die der Stadtsportbund Göttingen bereits im fünften Jahr in Folge ausrichtete. Dabei ging es direkt durch die Innenstadt.

„Uiii, das ist super“, hörte man einen kleinen Jungen rufen, als das Boot, in dem er mit seinen Eltern und dem „Steuermann“ vom Göttinger Paddler Club (GPC) saß, die kleine Stromschnelle im Leinekanal in der Nähe des Waageplatzes hinunterrauschte.

Begonnen hatte ihre Tour außerhalb der Stadt: auf dem Gelände der Vereinigung Göttinger Faltbootfahrer, die wie der Paddlerclub, die DLRG und die Turn- und Wassersportvereinigung von 1861 zu den Veranstaltern zählte.

Im Kanu durch die Innenstadt: Der Stadtsportbund ermöglichte das einigen hundert Kanuten mit der Leinekanlfahrt 2017. Hier fährt ein Boot am Waageplatz/Robert-Gernhard-Platz vorbei. Kurz danach geht es in den Tunnel unter der Berliner Straße.  

Von dort aus führte die Wasser- und Zeitreise vorbei am Badeparadies Eiswiese, der Lohmühle, der Odilienmühle und eben dem Waageplatz.

Höhepunkt der rund 90-minütigen Tour war dann wie immer die Fahrt durch den extra beleuchteten Tunnel unter dem Landgericht und der Berliner Straße, bevor der Spaß dann an der Sparkassen-Arena zu Ende ging.

Blick in die Vergangenheit: Vorbei an Mühlen und der alten Brauerei

„Die Leinekanalfahrten bieten den Teilnehmern ganz neue Stadtansichten“, sagt Hans-Jürgen Mack vom Stadtsportbund Göttingen. „Sie wandeln auch auf historischen Spuren, da der Leinekanal das Wasser einst zu den Mühlen in der Stadt brachte, die die Wasserkraft für die Produktion benötigten.“

Auch das Göttinger Bier sei mit Hilfe des damals sauberen Leinewassers in der einstigen Brauerei am heutigen „Brauweg“ hergestellt worden.

Der Dank der Veranstalter ging auch in diesem Jahr an den Baubetriebshof der Stadt Göttingen. Dieser hatte wie immer durch Umbauten flache Stellen im Leinekanal mit mehr Wasser versorgt. Dass überhaupt genug Wasser im Kanal floss, war dem Wasserwerk am Freibad Brauweg zu verdanken gewesen, das für zwei Tage die Turbinen stillgelegt und das Wasser in den Leinekanal umgeleitet hatte.

„Unser ganz spezieller Dank geht an die mehr als 60 ehrenamtlichen Helfer“, meinte Hans-Jürgen Mack. Diese hätten wieder einmal für einen reibungslosen Ablauf gesorgt und damit maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg wurde. 

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