Integrationssprogramm von verschiedenen Kunst-Institutionen

Mit Kunst gegen Sprachbarrieren: Projektwoche inspiriert Göttinger Schüler

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Gemeinsam etwas schaffen: BBS I-Schüler setzen sich bei der Projektarbeit über Sprachbarrieren hinweg.

Göttingen. Wie lässt sich Kunst am besten transportieren – buchstäblich? Mit dieser Frage haben sich 40 Schüler einer regulären und einer Integrationsklasse der Berufsbildenden Schulen (BBS) I im Rahmen einer Projektwoche  beschäftigt.

Unter dem Titel „über TRAGBAR – Transformation, Übertragung und Tragfähigkeit“ begann am Montag, 27. August das Kunstvermittlungs- und Integrationsprojekt in Kooperation mit dem Kunstverein Göttingen, dem KAZ und dem Kunstraum Tosterglope.

Während der Projektwoche haben sich die Schüler in Teams mit der Kunstaktion samt filmischer Dokumentation und Radiobeitrag beschäftigt. Es geht darum, tragbare Verpackungen für imaginäre Kunstwerke zu entwickeln und zu bauen.

Die Jugendlichen waren dafür in der Artothek des Kunstvereins, um sich dort Inspiration für ihre Projekte zu holen. „Bei den Beispielen, welche die Jugendlichen in der Artothek ausgewählt haben, ging es nicht um das Bild selbst, sondern darum, was darauf zu sehen war. Ist beispielsweise eine Wolke zu sehen, so haben die Schüler sich überlegt, wie man eine Wolke verpackt“, erzählte Murte Liebenberg vom Kunstraum Tosterglope.

„Bei dem Projekt ist es wichtig, dass die Jugendlichen selbst kreativ werden können“, erklärte Carola Gottschalk vom Göttinger Kunstverein. Wichtig ist, dass sich die Verpackungen am Ende tatsächlich transportieren lassen. In einer Bewegungsperformance ging es am Donnerstag mit den angefertigten Behältern durch die Stadt. Mittels Wandzeitung haben die fünf Kleingruppen, die die Verpackungen gebaut haben, ihre Arbeit dokumentiert.

„Ein Zentrales Thema des Projektes ist, Kunst mit Integration zu verbinden und sich unabhängig von Sprache verständigen zu können“, erzählte Carola Gottschalk. Das habe unter den Schülern auch gut funktioniert.

„Die Schüler waren anfangs sehr zurückhaltend und hatten wenig Lust auf das Projekt. Im Verlauf hat es sich bei vielen dann aber gewandelt“, sagte Liebenberg. Um das Interesse der Schüler zu fördern, wurde auf mehr praktische Arbeit gesetzt und die Theorie eher knapp gehalten.

Die Ergebnisse des Projekts werden am Freitag, 28. September, von 9.30 bis 12 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung mit einem weiteren Projekt in der Aula der BBS I vorgestellt.

Dabei soll auch der, von einer Gruppe der Schüler gedrehte, Film gezeigt werden. Außerdem werden laut Gottschalk Ausschnitte aus dem Radiobeitrag zu hören sein. Der soll aber vorher im Stadtradio ausgestrahlt werden. Einen genauen Termin gäbe es dafür aber noch nicht.

Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie von der Klosterkammer Hannover.

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