Göttingen

Mit Mona-Lisa-Krimi: Lukas Kramer gewinnt Schreibwettbewerb des Max-Planck-Gymnasiums Göttingen

Die Achtklässler Gerda Oehrli und Lukas Kramer mit Lehrerin Ellen Runte sitzen nebeneinander an einzelnen Tischen, vor denen Mikrofone stehen, auf einer Bühne
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Lasen ihre preigekrönten Geschichten im Dots vor (von links): Die Achtklässler Gerda Oehrli und Lukas Kramer mit Lehrerin Ellen Runte.

Rund 100 Achtklässler haben am Schreibwettbewerb des Max-Planck-Gymnasiums in Göttingen teilgenommen. Gewonnen hat eine besondere Geschichte über Leonardo da Vincis Mona Lisa.

Göttingen – Mit einer Kriminalgeschichte über den Raub der Mona Lisa aus dem Pariser Louvre hat Lukas Kramer den diesjährigen Schreibwettbewerb des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums gewonnen. Rund 100 Achtklässler verfassten jeweils eine fünfseitige Erzählung.

Minutiös und über Monate plant der Kunstdieb in Kramers Geschichte sein Verbrechen. Er schleust sogar einen falschen Nachtwächter ins Museum ein. Geschickt tricksen die beiden das Sicherheitssystem des Louvres aus.

Als der Verbrecher dann mit dem Gemälde von Leonardo da Vinci in seinem Versteck eintrifft, entdeckt er zu seinem Entsetzen einen Zettel. „Lieber Kunstdieb“, steht darauf, „Sie haben eine Kopie gestohlen. Ein GPS-Sender am Gemälde hat Ihren Standort bereits verraten. Bitte wiedersetzen Sie sich nicht Ihrer Verhaftung.“ Dann klingelt es an der Tür.

Schreibwettbewerb des Max-Planck-Gymnasiums: Recherche dauerte eine halbe Stunde

Deutschlehrerin Ellen Runte, die den Wettbewerb seit einem Jahrzehnt organisiert, ist begeistert und mit ihr die anderen fünf Mitglieder der Jury. „Die Internet-Recherche über das Museum und das Gemälde hat eine halbe Stunde gedauert“, erklärt der Schüler während der Preisverleihung lapidar.

Die Schule hat die Feier gemeinsam mit dem Literarischen Zentrum im Innenhof des Börner-Viertels ausgerichtet. Er wird von der Kneipe Dots bewirtschaftet.

Schreibwettbewerb des Max-Planck-Gymnasiums: Geschichte über Vorgeschriebenes Lebensende mit 30

Den zweiten Platz macht Gerda Oehrli. Ihre Geschichte handelt von zwei 29-Jährigen, deren Leben – wie das all ihrer Freunde und Bekannten – an ihrem 30. Geburtstag in einem fensterlosen Gebäude enden soll. Während der junge Mann versucht, seine Zeit sinnvoll und zum Wohle anderer zu nutzen, geht die junge Frau zur Ablenkung lieber shoppen.

An seinem 30. Geburtstag erfährt der junge Mann in jenem rätselhaften Gebäude, dass seine Lebenszeitbeschränkung aufgehoben worden ist. Die Begründung: Er habe bewiesen, dass er seine Zeit zu nutzen wisse und dürfe daher auf der von Übervölkerung bedrohten Erde weiterleben. Die junge Frau sieht er nie wieder.

Zum Abschluss zitiert Oehrli den römischen Philosophen Seneca: „Wir haben kein kurzes Leben empfangen, sondern es kurz gemacht, keinen Mangel an Lebenszeit haben wir, sondern gehen verschwenderisch damit um.“ Das machte ihre Klassenlehrerin, Sandra Joede, sprachlos.

Schreibwettbewerb des Max-Planck-Gymnasiums: Science Fiction auf Platz Drei

Schüler Tim Mildner holt mit einer Science-Fiction-Geschichte den dritten Preis. Er schildert den atemberaubenden Kampf einer Gruppe 15-Jähriger, die in ferner Zukunft eine Waffenkammer gegen ein übles Monster verteidigen. Vom Untier bleibt am Ende nur eine Pfütze ätzender Säure zurück.

Alle vier achten Klassen haben die jeweils vier besten Geschichten ihrer Gruppe ausgewählt. Der Jury, die dann die Sieger bestimmte, gehörten neben Lehrerin Runte der Schauspieler Gerd Zink vom Deutschen Theater, die Calvör-Buchhändlerin Hilke Schede, Marisa Rohrbeck vom Literarischen Zentrum sowie die Schüler Elisabeth Knust und Sebastian Techert an. Letzterer moderierte die Feier. (Michael Caspar)

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