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Mit Spaß die Begeisterung fürs Lesen in Göttingen vermitteln

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Von: Thomas Kopietz

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Die Kuh Lieselotte kommt! Das Literarische Zentrum bietet mit dem Kinder- und Jugendprogramm wieder Spannendes, auch bei Familiensonntagen im Literaturhaus. Gesa Husemann (links) und Amelie May freuen sich aufs Programm und Besucher.
Die Kuh Lieselotte kommt! Das Literarische Zentrum bietet mit dem Kinder- und Jugendprogramm wieder Spannendes, auch bei Familiensonntagen im Literaturhaus. Gesa Husemann (links) und Amelie May freuen sich aufs Programm und Besucher. © Thomas Kopietz

Das Kinder- und Jugendprogramm des Literarischen Zentrums kommt an. Jetzt kann man dort die „Kuh Lieselotte“ erleben.

Göttingen – Keine Frage: Das Kinder- und Jugendprogramm im Literarischen Zentrum in Göttingen ist seit Jahren sehr erfolgreich. Für den Herbst startet das Team mit dem Programm „Junges Literaturhaus“ voll durch – dafür steht auch eine neue Optik. Das Programmfaltblatt zieren wunderbaren Illustrationen, so auch die Freundin vieler Kinder, die „Kuh Lieselotte“ von Alexander Steffensmeier.

Und der ist am kommenden Sonntag – mitsamt seiner berühmten Kuh – im Literaturhaus zu erleben. Los geht es um 15.30 Uhr.

Die lustigen Geschichten der umtriebigen und abenteuerlustigen Lieselotte werden nicht nur gelesen, sondern auch in einem Bilderbuch-Kino präsentiert. Der Illustrator wird dazu live zeichnen und Einblicke in die Entstehung der Bilderbücher geben. Die Veranstaltung ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Erwachsene Begleitpersonen sind eingeladen und müssen keinen Eintritt zahlen, sollten aber ein kostenloses Ticket dazu buchen, wie Amelie May sagt.

Der nächste Familiensonntag am 2. Oktober bietet den Teilnehmenden unter dem Titel „Sketch It!“ einen Illustrationsworkshop. Es geht darum, Gedanken nicht nur aufzuschreiben, sondern diese als gemalte „Sketch Notes“ aufs Papier zu bringen. Denn: Zeichnen hilft dabei, sich Dinge besser zu merken. Dabei wird den Teilnehmenden ab zwölf Jahren die Illustratorin Julia Dürr helfen. Die entstehenden Werke werden das nächst Programmheft des Literarischen Zentrums schmücken, wie Gesa Husemann ankündigt.

Am 30. Oktober ab 15.30 Uhr gibt es beim Familiensonntag im Literaturhaus eine deutsch-ukrainische Lesung. Es geht um einen großen Star der Kinderbuchszenne: den kleinen Eisbären. Zwei Schauspieler, die Ukrainerin Tetiana Fedorovych und der Deutsche Jens Tramsen, werden aus dem ersten Band „Kleiner Eisbär, wohin fährst Du?“ vorlesen. Der ist jetzt in einer ukrainisch-deutschen Fassung erschienen. „Wir hoffen auf viele deutsch-ukrainische Kinder im Literaturhaus“, sagt Husemann. Die Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Migrationszentrum.

Im Programm ist zum zweiten Mal auch das LitLab Schreiblabor mit Autor Henrik Pohl. Das Literarische Zentrum kann es weiterführen, weil Fördergeld von der Stiftung Niedersachsen fließt. Es kann so auch kostenlos angeboten werden. Vorerfahrungen sind dabei nicht nötig. „Es geht um den Austausch von schreibbegeisterten Jugendlichen – ohne Druck“, schildert Amelie May. Anmeldung unter may@lit-zentrum-goe.de.

Eine Kooperation gibt es auch mit dem Uni-Museum Forum Wissen. Das Projekt „Vom Tagtraum zum Traumtag“ läuft vom 24. bis 28. Oktober von 11 bis 16 Uhr. Möglich macht das eine öffentliche Förderung über das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Bas Böttcher wird die Workshops leiten. „Er ist ein Wortakrobat“, sagt Gesa Husemann. So sollen die Exponate im Forum Wissen betextet, bedichtet werden. „Wir geben dabei nichts vor.“ Das Ergebnis ist offen: Es können Zeichnungen, kurze Verse oder ein Rap-Song sein. Das Angebot ist kostenfrei und auch für bildungsbenachteiligte Kinder geeignet, betont Husemann.

Nachträglich ins Programm gerutscht ist die Kinder- und Jugendbuchautorin Stefanie Höfler. Sie bereitet große gesellschaftliche Themen in kindgerechter, aber niemals verharmlosender Sprache auf. Ihr Roman „Mein Sommer mit Mucks“ wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Mit ihrem neuesten Roman „Feuerwanzen lügen nicht“ kommt sie nach Göttingen. Die Lesung findet am Montag, 24. Oktober, um 10:30 Uhr im Literaturhaus statt.

Im Schulprogramm setzt das Literarische Zentrum einen Akzent: Internationale Autoren konnten verpflichtet werden. So wird Neal Shusterman, ein Superstar im Bereich Jugendbuch, am Dienstag, 1. November, in Schulen gehen und Schülern ab Klasse 11 seine Bücher „Roxy“ sowie „Game Changer“ vorstellen. „Englischsprachige Lesungen sind für die Schulen etwas ganz besonders“, sagt Gesa Husemann. „Wir können sie jetzt nach zwei schwierigen Pandemie-Jahren wieder anbieten“, sagt Husemann. Sie betont, dass das reichhaltige, besondere Programm in dieser Form ohne die öffentliche Förderung nicht möglich wäre. Weitere Infos gibt es hier. (Thomas Kopietz)

Karten/Infos zu Veranstaltungen und Ticket-Buchungen: Literarischen Zentrum, Tel. 0551/4956 823, anmeldung@litzentrum.de; may@litzentrum.de.

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