Motivation am Arbeitsplatz

Studie belegt: Haben Siemens-Mitarbeiter Aktien, leisten sie mehr

Mit Freude und Einsatz dabei: Auszubildende zu Mechatronikern bei Siemens in Berlin schauen auf die CAD-Skizze eines Werkstückes. Am größten Ausbildungsstandort von Siemens in Deutschland absolvieren derzeit rund 1000 Auszubildende und Studierende eine berufliche Vollzeitausbildung in etwa 20 unterschiedlichen Ausbildungsgängen. Foto: dpa

Göttingen. Wenn Siemens-Mitarbeiter – unabhängig ob Arbeiter oder Führungskräfte – Aktien am Unternehmen halten, arbeiten sie durchweg und langfristig engagierter und bringen bessere Leistungen.

Das hat jetzt eine Studie der Universität Göttingen ergeben.

Mitarbeiter über eine finanzielle Beteiligung am Unternehmen zu motivieren und so auch mehr Verantwortungsgefühl und Identifikation bei ihnen zu wecken, das ist keine neue Idee. Aber: Das Instrument der Mitarbeiterbeteiligung ist vor allem in Deutschland jenseits des Top-Managements im Vergleich zu anderen Industrieländern wenig ausgeprägt und erforscht.

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Uni Göttingen hat auch deshalb die Studie zur Mitarbeiterbeteiligung am Beispiel der Siemens AG gestartet. Über einen Zeitraum von vier Jahren wurden Daten für etwa 270.000 Beschäftigte pro Jahr untersucht.

Und das Ergebnis sollte Unternehmen Mut machen, denn die Studie beweist: Bei Siemens wirken sich Mitarbeiteraktienprogramme positiv auf das Engagement und die Leistung aller Beschäftigter aus. Je mehr Mitarbeiter am Aktienprogramm des Unternehmens teilnehmen, desto stärker steigt in den Folgejahren das Engagement der Mitarbeiter sowie die Leistung der Organisationseinheit.

Etwas komplizierter erklärt Prof. Dr. Michael Wolff, Leiter der Studie, die Ergebnisse: „Die Studie ermöglicht erstmals, die komplexen Wirkungsmechanismen der Mitarbeiterbeteiligung innerhalb eines Unternehmens detailliert zu analysieren.“

Im Kern ging es darum, herauszuarbeiten, wie die Verbesserungen im Unternehmen wirken, von einer besseren Motivation bis zu einer höheren Produktivität.

Und was sagen die Siemens-Verantwortlichen zum Resultat der Studie? „Wir haben bei Siemens schon immer daran geglaubt, dass sich Mitarbeiteraktionäre stärker im Unternehmen engagieren. Wer sich als Eigentümer fühlt, ist auch am langfristigen Erfolg seiner Firma interessiert“, sagt Mariel von Schumann von der Siemens AG.

„Die Ergebnisse der Göttinger Studie zeigen uns, dass wir bei Siemens mit unseren Aktienprogrammen für Mitarbeiter auf dem richtigen Weg sind“, so der Siemens-Manager.

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