Möbus-Denkmal: Betonfundament am Bahnhof wird gegossen

Die Grube ist schon ausgehoben: Die Bauarbeiten am Möbus Denkmal am Bahnhof in Göttingen haben begonnen. Foto: Dittrich

Göttingen. Jetzt werden Fakten geschaffen: Bauarbeiter haben auf dem Bahnhofsvorplatz in Göttingen damit begonnen, das Fundament für das umstrittene Möbus-Denkmal auszuheben.

Wenn der Stahl eingeflochten und die Abmessungen stimmen, wird das Loch auf dem Vorplatz mit Beton ausgegossen. Die Fläche, auf der das Denkmal für die Göttinger Sieben stehen soll, ist drei mal 4,50 Meter breit. Das Loch ist rund 90 Zentimeter tief.

Bis das Denkmal letztlich auf dem Vorplatz stehen wird, dauert es allerdings noch. Nach Angaben der Arbeiter wird erst Ende des Monats der Beton ausgehärtet sein. Erst dann kann mit dem Bau des eigentlichen Sockels begonnen werden.

Das Denkmal der Künstlerin Christiane Möbus soll die Göttinger Sieben ehren, einer Gruppe von Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung protestierten. Das Betonfundament ist notwendig, da das Kunstwerk 160 Tonnen schwer sein wird.

Vorbild des Kunstwerks ist das Reiterstandbild vor dem Bahnhof in Hannover. Dem Göttinger Modell wird allerdings in Anlehnung an den Widerstand der Gelehrten Pferd und Reiter fehlen. Politiker kritisierten im Stadtrat, dass sich der Sinn des gestifteten Kunstwerks nicht erschließe. Außerdem halten es einige Ratsmitglieder für anmaßend, dass sich die Künstlerin ebenfalls auf dem Denkmal verewigen will - neben den Göttinger Professoren.

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