Weitere Untersuchungen

Verdacht auf Blindgänger in Göttingen: Kurzzeitige Evakuierungen möglich

Experten untersuchen einen Blindgänger-Verdachtspunkt
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Sondierungen auf Blindgänger am Maschpark: Weil im Boden Anomalien gefunden wurden, müssen einige Punkte genauer untersucht werden.

Mehrere Blindgänger-Verdachtspunkte in Göttingen müssen genauer untersucht werden. Daher kann es zu kurzzeitigen Evakuierungen kommen.

Göttingen – Bei den Sondierungen in der Sportanlage Maschpark wegen möglicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg müssen mehrere Verdachtspunkte genauer untersucht werden. Unter bestimmten Umständen kann es dabei auch zu kurzzeitigen Evakuierungen kommen.

Die teilte die Stadtverwaltung Göttingen am Freitagvormittag (10.12.2021) mit. Die genaueren Untersuchungen der Verdachtspunkte finden am Mittwoch und Donnerstag, 15. und 16. Dezember, jeweils von 7 bis 17 Uhr statt.

Göttingen: Kampfmittelbeseitigungsdienst untersucht Verdachtspunkte

Seit dem 6. Dezember untersucht der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen gemeinsam mit der Spezialfirma Schollenberger im Maschpark vier Verdachtspunkte für mögliche Blindgänger. Diese vier sowie ein weiterer Verdachtspunkt müssen nun genauer untersucht werden. Fachleute haben bei den bisherigen Untersuchungen sogenannte Anomalien festgestellt, heißt es in der Mitteilung der Stadt Göttingen.

Dabei handele es sich um Materialien wie Metalle, die normalerweise nicht im Erdboden zu finden sind. Diese Anomalien ähneln nach aktuellem Stand denen, die Ende November und Anfang Dezember in der benachbarten Kleingartenanlage in Göttingen vertieft untersucht wurden. Dabei war zwar überwiegend Schrott gefunden worden, aber auch eine amerikanisch Splitterhandgranate, die vor Ort gesprengt werden musste.

Gesperrte Zone: Auch für die Untersuchungen in der kommenden Woche am Maschpark wird es Halteverbotszonen geben. Entsprechende Schilder werden rechtzeitig aufgestellt.

Göttingen: Kurzzeitige Evakuierung möglich

Am kommenden Montag und Dienstag, 13. und 14. Dezember, werden zunächst zwei weitere Verdachtspunkte im Maschpark untersucht. Sollten auch hier Anomalien auftreten, fließen diese in die genauere Untersuchung am Donnerstag und Freitag mit ein, so die Stadtverwaltung.

Sollten dabei kleinere Kampfmittel gefunden werden, die nicht gefahrlos abtransportiert werden können, müssen diese vor Ort gesprengt werden. Dies hätte kurzzeitige Evakuierungen zur Folge: Einige Anwohner müssten aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen sowie den Evakuierungsbereich für ein bis drei Stunden verlassen. Die Verwaltung bereite alles Notwendige dafür vor, Anwohner, angrenzende Betriebe sowie Nutzer der benachbarten Kleingartenanlage wurden vorab über eine eventuelle Evakuierung informiert worden.

Aktuelle Informationen zu den Kampfmittelsondierungen sind im Liveblog der Stadt Göttingen auf goe.de/bombenverdacht zu finden.

Für den 15. und 16. Dezember wird im Bereich Schützenanger, Maschmühlenweg und Hildebrandstraße eine Halteverbotszone eingerichtet. Die Verwaltung stellt rechtzeitig vorher entsprechende Hinweisschilder auf und bittet alle Bürgerinnen und Bürger um die unbedingte Beachtung des vorübergehenden Parkverbots. (Melanie Zimmermann)

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