Schädlinge in Weender Heim

Vor Umzug: Experte prüft Kakerlakenbefall in Flüchtlingsheim

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Kakerlaken: Sie sollen sich in einem Flüchtlingswohnheim in Weende ausgebreitet haben. Ein Experte soll nun prüfen, wie die Schädlinge am besten bekämpft werden können. 

Göttingen. Möglicherweise müssen 27 Flüchtlinge nun doch nicht von der Großen Breite in das neue Heim auf der Siekhöhe in Göttingen umziehen.

Zunächst soll ein Schädlingsexperte den Fall prüfen und genau bewerten. 

Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde zwischen der Stadt Göttingen und den freiwilligen Flüchtlingshelfern. In dem Gebäude an der Großen Breite in Weende haben sich Angaben der Stadt Kakerlaken ausgebreitet.

Gutachter wird eingesetzt

Ein unabhängiger Gutachter soll nun klären, ob ein Auszug tatsächlich notwendig ist oder ob eine achtstündige Benebelung der Kakerlaken ausreicht, um diese wirksam zu bekämpfen. Die Bewohner müssen nicht ausziehen, falls die kurzzeitige Aktion nach Meinung des Experten genügen sollte.

Sollte ein Auszug nach Auffassung des Sachverständigen allerdings notwendig sein, dürfen die Bewohner aus der Großen Breite nach Beendigung der Schädlingsbekämpfung wieder in die Unterkunft in Weende einziehen, sagte die Stadt nach dem Gespräch den Helfern zu.

Bewohner mit einer posttraumatischen Belastungsstörung müssen für den Fall, dass ein Auszug notwendig sein sollte, nicht in die neue Unterkunft auf der Siekhöhe umziehen, sondern werden in anderen Unterkünften untergebracht, so die Stadt Göttingen. An dem Umzug in das neue Wohnheim am Anna-Vandenhoeck-Ring hatte sich erheblicher Protest entzündet. Am Donnerstag, 19. Mai, soll es eine Demonstration dazu unter dem Titel Siekhöhe is´ nicht – für menschenwürdige Unterbringung und gegen Zwangsverlegungen“ geben. Beginn ist um 16 Uhr am Neuen Rathaus in Göttingen.

Verschiebung des Umzuges

Der bislang geplante Auszug der Flüchtlinge aus der Großen Breite verschiebt sich, bis der unabhängige Gutachter seine Untersuchungen abgeschlossen. Der Umzug soll aber so schnell wie möglich erfolgen, wenn der unabhängige Sachverständige zu dem Ergebnis kommen sollte, dass die Benebelung nicht ausreicht.

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