Ab Montag

Heimspiel für Göttinger beim Landesschülertheatertreffen

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Gemeinsam stark: Sie haben es geschafft das Niedersächsisches Schülertheatertreffen nach Göttngen zu ziehen: von links die Organisatoren Claus Schlegel (Theodor-Heuss-Gymnasium, Jutta Rehpenning (IGS Bovenden), Tiziana Brodhun-Ardu (Theater Freie Waldorfschule) und Dagmar Detleff-Rohmann (Ex-Schulleiterin IGS Bovenden). 

Göttingen. Es ist der Traum vieler Schüler: eine Woche lang einmal so richtig Theater machen. Vielen Schülern ist das vom 23. bis 27. Mai ausdrücklich erlaubt.

Beim 19. Niedersächsischen Schülertheatertreffen (NiST). Das gibt es alle zwei Jahre – diesmal ist Göttingen der Bühnenort.

Die Organisatoren

38 Jahre ist es her, dass die Uni-Stadt für die schauspielenden Schüler Gastgeber war. Vor zwei Jahren in Wolfsburg brachte Jutta Rehpenning Göttingen ins Gespräch. „Jetzt haben wir das Schülertheatertreffen hier in Göttingen“, sagt Claus Schlegel – einer der Organisatoren und am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) für das Fach Darstellendes Spiel verantwortlich – mit einem Lächeln.

Claus Schlegel, Jutta Rehpennig (IGS-Bovenden), Tiziana Brodhun-Ardu (Freie Waldorfschule) und Dagmar Dettleff-Rohmann (Ex-Schulleiterin IGS-Bovenden) haben es auch geschafft, Geld von Sponsoren einzuwerben. Ohne Unterstützer wäre das NiST bei einem Etat von etwa 60.000 Euro nicht möglich gewesen.

Unterstützer

Hilfe kam auch von den großen Häusern, dem Deutschen Theater (DT) und dem Jungen Theater (JT). Beide Intendanten waren sofort bereit, ihre Häuser, das Equipment und Personal bereit zu stellen, wie Claus Schlegel schildert.

Die Teilnehmer

Göttingen wird also ab dem kommenden Montag für fünf Tage zur Theatermetropole: zehn Schülertheatergruppen werden ihre Stücke aufführen, dazu kommt das Gastspiel einer Gruppe aus dem russischen St. Petersburg. Gespielt wird im DT, dem JT und je einmal im Theodor-Heuss-Gymnasium und in der Freien Waldorfschule.

Theaterspielen und lernen

Die schauspielenden Schüler können sich freuen, denn neben dem Flüstern und Schreien, Hüpfen und Laufen auf der Bühne statt dem Sitzen und Melden, Lernen und Tafelanschreiben im Schulalltag, gibt es beim Theatertreffen viel zu erleben – und zu lernen: Das ermöglichen Nachgespräche zu den Aufführungen und Workshops. Lernen können aber auch die Darstellendes-Spiel-Lehrer aus Niedersachsen bei Fortbildungen. Lernorte sind auch das Hainberg Gymnasium und Schülerlabor Y-Lab.

„Es ist weit mehr als ein Theatertreffen“, beschreibt Claus Schlegel. Für ihn jedenfalls steht schon vorab fest, dass alle teilnehmenden Schüler – aber auch die Lehrer – von den Erfahrungen profitieren werden. Für Göttingens ohnehin starke Schultheater-Szene, könnten weitere Impulse gegeben werden, sagt Schlegel.

Die Theaterchefs

Und was sagen die Profis? JT-Intendant Nico Dietrich sieht im Theaterspiel für junge Menschen einzigartige Chancen, um sich auszuprobieren, gesellschaftliche Hindernisse zu überprüfen und zu überwinden. Theater macht auch spielerische Integration möglich. DT-Indendant Erich Sidler freut sich, „die nächste Generation von Theaterenthusiasten erleben zu können.“

Hier gibt es Karten

Das ist auch für die Zuschauer möglich – die Karten gibt es an den Theaterkassen – auch im Vorverkauf, zu günstigen Preisen.

Göttinger Gruppen

• Theodor-Heuss-Gymnasium: die Elftklässler spielen „Komm, wir müssen was treiben – Collage nach Leonce und Lena“ von Georg Büchner, Leitung: Claus Schlegel, Mittwoch, 25. Mai, 9.45 Uhr, DT;

• Freie Waldorf Schule: Wahlpflichtkurs Kl. 9/10 spielt „Das gewöhnliche Wunder“ von Jewgeni Schwarz; Leitung: Slava Rosentulle, Donnerstag, 26. Mai, 9.45 Uhr, DT.

• Albani Grundschule: Die Theater AG Klassen 3 und 4 zeigt „Kleine Wörter ganz groß“, Leitung: Mechthild Meyer, Donnerstag, 26. Mai, 16.15 Uhr.

Aus der Region kommt zudem das Internat Solling mit der Eigenproduktion „Lost“, Leitung Martin Kammer, Freitag, 27. Mai, Freie Waldorfschule, ab 10 Uhr. 

Alle Informationen und das Programm gibt es im Internet unter: schuelertheatertreffen.goettingen.de

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