Aufsichtsrat verlängerte Vertrag

Mueller weitere drei Jahre Orchester-Chef

Bleibt: Generalmusikdirektor Christoph-Mathias Mueller (links) hat seinen Vertrag um weitere drei Jahre bis 2018 verlängert. Aufsichtsratsvorstzender Dr. Rainer Kallmann ist zufrieden. Foto: Kopietz

Göttingen. Der Generalmusikdirektor des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) kann sein zehnjähriges Dienstjubiläum in Göttingen feiern:

Christoph-Mathias Mueller hat seinen Vertrag um weitere drei Jahre verlängert. „Ich freue mich sehr darüber zu bleiben, der ausschlaggebende Faktor ist der Spaß an der Arbeit mit den Musikern und dem gesamten Team“, sagte Mueller während einer Pressekonferenz am Montagnachmittag im Restaurant Planea, an der historischen Sternwarte.

Nach den Sternen greifen will der beim Publikum äußerst beliebte Mueller aber nicht. Der bodenständige Orchesterchef aber hat dennoch ambitionierte Pläne für die nächsten drei Jahre mit dem GSO: Er möchte Opernkonzerte aufführen, innovative Konzertzyklen starten, neue CD´s einspielen und die Kooperationen in Göttingen vertiefen sowie Konzertstarten, musikalisch spannende Experimente umsetzen und das Orchester noch ein Stück besser machen. Und das, obwohl seine Göttinger Symphoniker auf einem hohen Niveau spielen, wie er sagt. „Es ist ein tolles Orchester, qualitativ und menschlich.“

Überaus glücklich schätzt sich der Aufsichtsrat, Mueller nun noch einmal drei Jahre beschäftigen zu können. Vorsitzender Dr. Rainer Kallmann betonte die herausragenden Leistungen Muellers. Er habe sich nach einer kritischen finanziellen Schräglage, resultierend aus der Amtszeit des Vorgängers Christian Tachezi, der im November 2013 gegangen war, in einer Doppelfunktion als Musikdirektor und Geschäftsführer über die Grenzen hinaus belastet. „Wir sind froh, nach der Verpflichtung von Frau Loh 2014 als Geschäftsführerein, dass er sich nun wieder auf eine Aufgabe konzentrieren kann.“

Laut Kallmann ist das GSO nun wieder in der Spur: Möglich sei das nur gewesen, weil die Musiker der GmbH die Auszahlung einer zustehenden Einmalzahlung auf unbestimmte Zeit gestundet hatten, als ein hoher Betrag fällig wurde. Ohne diese Tat wäre der Ruin die Folge gewesen, sagte Kallmann, der allen Beteiligten dafür Dank und Hochachtung zollte.

„Wir stehen mit unser Finanzierung durch Land, Kreis und Stadt im Vergleich zu anderen Kultureinrichtungen gut da – dafür sind wir dankbar.“ Christof-Mathias Mueller könne nun weitere drei Jahre das GSO in der Stadt, der Region, in Niedersachsen und vielleicht wieder im asiatischen Raum so glänzend präsentieren. „Dort und auf den Tourneen sind wir Botschafter der Stadt, das erfüllt uns mit stolz“, sagte Mueller.

Kallmann attestiert dem Schweizer Christoph-Mathias Mueller eine enorme Energie und ein hervorragendes Fachwissen. Der Orchesterchef besitze die große Stärke nach Außen, die Konzerte wunderbar zu gestalten. „Nach innen beweist er das, was man eine hohe soziale Kompetenz nennt.“

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