KWP-Open-Air

„Musik im Wald“ in Göttingen: Sitzen statt Stehen

Im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) gibt es 2021 wieder „Musik im Wald“ - das Open-Air-Konzert. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Kulturdezerninten Petra Broistedt (vorne mit Plakat) und zahlreiche treue Sponsoren sowie Verteter der Stadt machen es möglich.
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Im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) gibt es 2021 wieder „Musik im Wald“ - das Open-Air-Konzert. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Kulturdezerninten Petra Broistedt (vorne mit Plakat) und zahlreiche treue Sponsoren sowie Verteter der Stadt machen es möglich.

„Musik im Wald“ wird den Abschluss des Göttinger Kultursommers bilden. Das zweitägige Musikfestival im „Kaiser-Wilhelm-Park“ (KWP) mitten im Göttinger Stadtwald am Hainberg ist Kult.

Göttingen – Es musste im vergangenen Jahr ausfallen. Jetzt wird es dort über die Bühne gehen – aber unter stark veränderten Bedingungen. Wichtig für viele Freunde des Festivals:

Es findet statt: am Freitag, 3. und Samstag, 3. September. Dabeisein können aber nur Gesundete, Geimpfte und Getestete. Es gilt die 3-G-Variante, die wohl auch am Mittwoch in der neuen Verordnung des Landes verankert wird.

So ist es nicht verwunderlich, wenn sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, ein bekennender Unterstützer des KWP-Open-Air, beim Ortstermin im Wald erleichtert zeigte: „Wir sind sehr froh, hier zu stehen.“ Die Präsentation des Programms im KWP ist stets auch die Stunde der Sponsoren. „Ohne die finanzielle Unterstützung wäre das Festival nicht möglich“, sagten sowohl Kulturdezernentin Petra Broistedt als auch Köhler. Beide bedankten sich ausdrücklich bei „allen Sponsoren, die bei der Stange geblieben sind“, so Köhler.

Kultur-Fachbereichsleiter Hilmar Beck untermauerte diese Aussage mit Zahlen. Dass man Plus-Minus-Null aus der Veranstaltung herauskomme liege auch an Geld aus Berlin, das Veranstalter beantragen können und das entstehende Defizit von rund 25 000 Euro ausgleichen hilft. „Es wird am Ende kein Defizit entstehen“, sagte Beck.

Eine Ursache für das zunächst entstehende kalkulatorische Minus ist das geringere Kartenkontingent. So werden statt der sonst möglichen etwa 3000 Tickets jeweils für Freitag und Samstag nur 800 Karten verkauft. Stehplätze sind aufgrund der Corona-Bedingungen nicht erlaubt. Stattdessen werden 160 Bierzelt-Garnituren aufgestellt. Dort können Geimpfte, Genesene und Getestete Platz nehmen. „Zum Getränkeholen geht es dann mit Maske“, schildert Mitorganisator Sebastian Otto.

Wer eine Karte im Vorverkauf erworben hat, erhält einen nummerierten Sitzplatz, wird nach dem Einlass zu seinem Platz geführt. Neu ist auch, dass es keine Abendkasse und nur einen Haupteingang geben wird. Der Einlass am GPC-Heim bleibt zu. Getränke und Speisen werden nur an jeweils einem Stand ausgegeben.

Auswirkungen hat die Corona-Krise auch auf die Besetzung von „Musik im Wald“, denn es sei im Moment schwer, an internationale Künstler zu kommen, „von denen viele momentan nicht reisen“, so Köhler. Das ist ein Vorteil für deutsche und regionale Künstler: Headliner am Freitag ist Michael Schulte, der ja bekanntlich beim ESC einmal Platz vier für Deutschland holte, sich als Star etabliert hat und zuletzt als Coach bei „Voice of Germany“ viel Medienpräsenz hatte. Ebenfalls am Freitag dabei: „Flooot“, die mit ihrem Göttingen-Song Kultstatus in der Region haben. „Lea & The Moment“ haben ebenfalls lokalen Bezug: Die in den USA aufgewachsene Sängerin wird von in Göttingen bekannten Musikern wie Marcus Horndt, Hans-Jörg Mauksch und Sven von Samson begleitet. Ein Geheimtipp – nicht nur für Otto – sind am Samstag Melanie Mau & Martin Schnella, die unplugged bekannte Songs umarrangieren, also nicht nur covern. Über „Die Feisten“ muss man gar nicht reden, in Südniedersachsen und Nordhessen. Internationaler Star ist Ian Paice – genau, „der“ Ian Paice, Schlagzeuger und Gründungsmitglied von „Deep Purple“. (Thomas Kopietz)

Infos über die geltenden Corona-Regelungen gibt es hier.

Tickets: Es gibt möglicherweise noch Restkarten an der Abendkasse. Tagesticket 35 Euro/Kombi-Ticket 55 Euro.

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