Musikfans feierten die Wiedereröffnung des Göttinger Rock-Klubs Exil

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Hatten die Ehre des ersten Live-Auftritts im neuen Exil: Die lokale Band „Last Exit“. 

Göttingen. Vier Wochen lang waren die Rockfans der Region heimatlos, doch seit Samstagabend hat der Göttinger Musik-Klub Exil wieder geöffnet.

Volles Haus im neuen Standort in der Weender Landstraße 5: Es ist ein gelungener Neustart für das Exil. Mehr Platz mit einem kleinen und einem großen Konzertraum, einer zusätzlichen Raucher-Lounge mit eigener Bar, moderner Einrichtung und durchweg freundlicher Atmosphäre - die zahlreichen Besucher waren begeistert. Darunter Dennis Poschwatta, Inhaber des Katzbach-Musikstudios und Schlagzeuger von Göttingens Rock-Export, den Guano Apes: „Ich freue mich, dass Göttingen wieder einen Live-Klub in der richtigen Größe hat.“

Beeindruckt zeigte er sich auch vom Aufbau des großen Konzertsaals in einem früheren Kino, der durch seinen Aufbau ein wenig an das KWP-Festivalgelände erinnert: Vorne der Bühnenbereich mit ausreichend Platz zum Tanzen, gefolgt von mehreren abgestuften Podesten bis „hinauf“ zur Bar.

So muss man also nicht mehr direkt vor der Bühne stehen, um die Musiker gut sehen zu können, sondern hat auch aus dem hinteren Bereich einen guten Blick. „Ich kann überall gut sehen und bin mir sicher, dass es hier totalen Spaß macht,“ freute sich Rockprofi Poschwatta.

Dass er mit dieser Einschätzung richtig lag, zeigte sich gegen 21.40 Uhr mit dem Beginn des ersten Konzerts im neuen Exil.

Zuvor dankte Exil-Gründer Karl Schrader den Helfern und Handwerkern, die in den vergangenen Wochen die Räume hergerichtet hatten. Noch in der Nacht zuvor bis 3 Uhr sowie den ganzen Samstag bis kurz vor der offiziellen Eröffnung wurde gearbeitet. „Danke an alle Helfer, die das hier in drei Wochen aus der Erde gestampft haben“, betonte Karl. „Das war wirklich ein Meisterwerk.“

Bands aus Göttingen

„Wenn wir etwas Neues machen“, so Karl zur Einstimmung aufs folgende Konzert, „ist es schon Tradition, dass wir mit lokalen Bands arbeiten.“ Das sei in der Göttinger Outpost so gewesen und im früheren Exil in der Prinzenstraße ebenso. Die Ehre des ersten Live-Auftritts im neuen Exil hatte entsprechend mit Last Exit eine neue lokale Band, bestehend aus acht erfahrenen Göttinger Musikern. Die spielten einen überzeugenden Mix aus bekannten Rock- und Popklassikern, darunter von Status Quo, AC/DC, Gerry Rafferty, Foreigner und Billy Idol.

Unter dem Strich setzt das Exil mit seinen neuen Räumen ein Ausrufezeichen nicht nur für die Göttinger Livemusik-Szene, sondern auch für den dadurch weiter aufgewerteten und auch von auswärtigen Besuchern gut erreichbaren Standort am Iduna-Zentrum.

Zu den nächsten Konzertterminen gehören Auftritte der Iron-Maiden-Coverband Powerslave am 9.9., Flooot am 17.9. und System of Toxicity mit Songs von System of a Down am 24.9. (www.exil-web.de)

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