Musiksterne beim „Theovision-Songcontest“

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Einzigartiger Sängerwettstreit: Beim „Theovison-Songcontest 2015“ im Theodor-Heuss-Gymnasium gewannen Phillip Scholz und Silas Alfermann mit „Au Revoir“ und wurden mit einem goldenen Konfetti-Regen gefeiert.

Göttingen. Was ist schon die Siegerskulptur beim Eurovision Songcontest gegen das goldene Mikro beim „Theovision“? Zehn Gruppen und Bands wollten am Dienstag die begehrte Trophäe im Theodor-Heuss-Gymnasium abräumen.

Am Ende schafften es Phillip Scholz und Silas Alfermann mit einer eigenen Version von Mark Forsters „Au Revoir“.

Doch der Reihe nach. Zunächst einmal mussten alle Teilnehmer schon vor Monaten durch ein Casting. Denn zu viele Sechst- bis Elfklässlier wollten beim Theovision auf der Bühne stehen. Der ist Abschluss der Projektwoche und des Schuljahres.

24 schaffen die Qualifikation und treten am Dienstag für zehn Länder an. Dazu kommen noch 15 Mädchen die mit ihren Gesangs- und Tanz-Choreographien die Pausen prima füllen. Sie alle sind die funkelnden Sterne auf der Bühne.

Einer der Jüngsten: Sechstklässler Carl Leffers am Schlagwerk war ebenso dabei wie Sängerin Arabelle Janocha aus der Klasse 8EU1.

Vier Tage haben sie, auch die 50 Helfer hinter den Kulissen, intensiv am Gesang, Sound, Licht, Ton, dem Outfit und der Videotechnik gearbeitet. Den letzten Feinschliff haben sie durch „ihre größten Fans“, wie es im Programmblatt heißt, den Lehrerinnen erhalten: Heike Neumeyer, Bärbel Müthing, Nina Köbernick, Anne Jumah, Tina Heske und Techniker Frank Scheidemann. Sie alle sind die verborgenen Sterne am Theovision-Himmel. Aus dem Weltall bis in die Aula und auf die Bühne führt auch der animierte Kamera-Flug zum Show-Auftakt.

Dann kommen sie: gleich drei Moderatorinnen, Isabella, Kelly, Katarina und ihr männliches Pendant Thorben, begleitet von coolen, sonnenbebrillten Bodyguards, die schon den Einlass gesichert und die drängelnde Fanschaft in Schach gehalten haben.

Im Saal wird es unruhig. Die Spannung, Erwartung ist spürbar. Es ist heiß. Hitze und Aufregung sind schweißtreibend. Bevor Lars Schmidt und Philip Apfelbaum „Stole the Show“ singen, werden die beiden Siebtklässler per Filmclip vorgestellt – wie beim Eurovision. Die Filme sind witzig, in Göttingen gedreht und zeigen die „Stars“ meist beim Üben. Denn geübt haben sie schon lange vor den Projekttagen.

Herausgekommen sind allesamt handgemachte, gecoverte Stücke mit zum Teil eigenen Interpretationen. Albert Hannover und Federico Piggnatti haben sogar einen Rap geschrieben, werden für den Auftritt gefeiert.

„Das wird in jedem Jahr besser“, staunt Schulleiterin Dr. Ulrike Koller. Lehrerin Heike Neumeyer, bekannt als Sängerin von Seven Up, lebt jeden Auftritt förmlich mit. Am Ende ist sie so fertig wie die Akteure und ruft immer wieder: „Schön war’s.“

Zuvor fliegen goldene Konfetti-Streifen über die Köpfe von Phillip Scholz und Silas Alfermann. Die Sieger lassen die Sau raus und animieren zum Klatschen und Mitsingen: Party zum Finale des Theovision 2015. 2016 gibt es eine Neuauflage, bestimmt wieder mit Überraschungen. Diesmal hat Hausmeister Uwe Kaiser bewiesen, dass er wirklich der Mann für alle (Tanz-)Fälle ist.

Theovision 2015 in Göttingen

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