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Aktivisten demonstrieren für Umweltschutz in Göttingen

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Von: Raphael Digiacomo

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Demo für Umweltschutz in Göttingen: Manfred Schüssler und Luise Przibilla von Göttingen Zero fordern mit Vertretern von weiteren sieben lokalen Umweltinitiativen ein rasches Handeln der Stadtverwaltung in Sachen Klimaschutz.
Demo für Umweltschutz in Göttingen: Manfred Schüssler und Luise Przibilla von Göttingen Zero fordern mit Vertretern von weiteren sieben lokalen Umweltinitiativen ein rasches Handeln der Stadtverwaltung in Sachen Klimaschutz. © Raphael Digiacomo

Acht Umweltschutzorganisationen haben Freitagmittag vor dem Gänseliesel-Brunnen in Göttingen demonstriert und ein entschiedenes Vorgehen der Stadt in Sachen Klimawende gefordert.

Göttingen – Luise Przibilla von Göttingen Zero leitete die Veranstaltung ein: „Es muss jetzt endlich was passieren.“ Grund für die Demo, die friedlich und unter der Wahrung der Masken- und Abstandsregeln verlief, ist laut der Protestierenden ein zu langsames und unkoordiniertes Vorgehen der Stadtverwaltung in Sachen Klimaschutz.

„Die Stadt muss alles dafür tun, den Klimaplan Göttingen 2030 einzuhalten.“ Das sei aktuell utopisch, sollte die Verwaltung den aktuellen Rhythmus bei der Umsetzung der Klimaschutzprojekte beibehalten.

„Frau Broistedt tun sie jetzt endlich was für den Umweltschutz bei uns. Handeln sie schnell, sonst werden die nächsten Generationen – unsere Kinder und Enkel – das Nachsehen haben“, lautete die Botschaft von Peter Schweiger von der Ortsgruppe Göttingen von Health for Future im ersten Redebeitrag der Demo an die nicht anwesende Bürgermeisterin.

Die Gruppe ist ein Zusammenschluss von Klimaaktivisten aus dem Gesundheitswesen – darunter auch einige Mitarbeiter der UMG. „Die Klimakrise bedroht unser aller Überleben. Sie ist menschengemacht – keine Krise der Natur, sondern der Menschheit“, so Schweiger.

Klimaplan Göttingen 2030

„Die Stadt will uns Bauprojekte wie die Gestaltung von Parks und den UMG-Anbau für 13,6 Millionen Euro als Klimaschutzmaßnahmen verkaufen“, sagte Manfred Schüssler, ebenfalls Mitglied bei Göttingen Zero. Dabei handle es sich jedoch lediglich um Bauvorhaben, der dabei entstehende Klimaschutz sei bestenfalls marginal.

Vertreten waren bei der Manifestation auch die Organisationen Greenpeace, Fridays for Future, Parents for Future, Students for Future, Extinction Rebellion sowie die Anti-Atom-Initiative. Ihre Mitglieder machten mit Bannern, Schriftzügen, musikalisch unterlegt unter anderem von Liedern von Peter Fox, auf ihre Anliegen aufmerksam und suchten vermehrt den Dialog mit den in der Göttinger Innenstadt vorbeilaufenden Passanten. (Raphael Digiacomo)

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