Einbruchserie

Mutmaßliche Serien-Einbrecher vor Gericht: Staatsanwaltschaft wirft 17 Straftaten vor

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Serien-Einbrecher: Die Polizei kam den mutmaßlichen Tätern auf die Spur. 

Wegen zahlreicher Wohnungseinbrüche und Diebstähle müssen sich ab sofort zwei 26 und 27 Jahre alte Männer vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den aus Albanien stammenden Angeklagten vor, zwischen November 2018 und Februar 2019 in verschiedenen Ortschaften in Südniedersachsen und anderen Regionen insgesamt 17 Einbrüche und Diebstähle begangen zu haben. 

Um zu den jeweiligen Tatorten zu gelangen, hätten sie zwei Autos gestohlen. Bei ihren Einbrüchen hätten sie unter anderem Bargeld, Schmuck, Uhren und elektronische Geräte im Gesamtwert von mehr als 53 000 Euro entwendet. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten einen Teil der Beute für sich selbst verwenden und den übrigen Teil zwei gesondert Verfolgten zur weiteren Verwertung überlassen wollten.

Die Polizei nahm die Männer im Februar fest

Nach den Erkenntnissen der Ermittler waren die beiden Angeklagten Ende Oktober 2018 gemeinsam aus Albanien ausgereist. Bereits kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland hätten sie in Hamburg einen Pkw im Wert von 30 000 Euro entwendet, den sie dann für ihre Weiterfahrt in Richtung Süden benutzt hätten. 

Nachdem sie laut Anklage zunächst in mehrere Wohnungen und Häuser in der Nordheide eingebrochen waren, setzten sie ihre Diebestour in Südniedersachsen fort. Dort verübten sie diverse Einbrüche in Wohnhäuser in Sudheim, Uslar, Dransfeld, Scheden, Bovenden und Göttingen, weitere Tatorte waren Witzenhausen und Worbis.

Im Februar nahm die Polizei die beiden Männer fest und setzte so dem Treiben ein Ende. Beide sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die Angeklagten hatten zuletzt in einem Hotel in Göttingen gewohnt. Bei der Durchsuchung ihrer Zimmer stellte die Polizei 900 beziehungsweise 745 Euro Bargeld sicher.

Prozess geht voraussichtlich bis Oktober

Zum Prozessbeginn wollten die Angeklagten zunächst keine weiteren Angaben machen. Erste Zeugin war eine Frau aus Sudheim, deren Haus im November von Einbrechern heimgesucht worden war. Als sie abends von einer Feier zurückkehrte, habe die Terrassentür offen gestanden, berichtete sie. 

Die Einbrecher hätten überall Schränke und Schubladen durchwühlt, „alles lag verstreut herum.“ Als Beute hätten sie neben 1000 Euro Bargeld und diversem Schmuck auch eine Flasche Bier mitgenommen, die sie aus dem Kühlschrank entnahmen.

Der Prozess wird sich voraussichtlich bis in den Oktober hinziehen. Das Gericht hat insgesamt elf Verhandlungstage angesetzt.

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