Friedliche Demontration

Nach Abschiebung von Asylbewerber: Unterstützer wollen ihn nach Göttingen zurückholen

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Aktion in der Göttinger Innenstadt: Etwa 200 Teilnehmer einer Demonstration protestierten gegen die Abschiebung eines Asylbewerbers aus Simbabwe. Außerdem kritisierten sie einen Polizeieinsatz bei einer Kundgebung vor einem Göttinger Polizeigebäude am Donnerstag. 

Göttingen. Gegen die Abschiebung eines Asylbewerbers aus Simbabwe und gegen einen Polizeieinsatz demonstrierten am Freitag friedlich etwa 200 Unterstützer.

„Es ist ein Unding, dass er aus unserer Mitte herausgerissen wurde und auf der Siekhöhe, wo er untergebracht war, verhaftet wurde“, sagte eine Aktivistin bei einer Kundgebung, die um 18 Uhr am Gänseliesel begann. Dort wurde erneut scharfe Kritik an einem Polizeieinsatz  geübt. Nach einer spontanen Kundgebung am Donnerstag vor einer Polizeidienststelle an der Groner Landstraße war es dort am Abend zu Rangeleien gekommen, bei denen mehrere Personen verletzt wurden – wir berichteten.

Kritik gab es außerdem erneut an der Ausländerbehörde der Stadt Göttingen, die die Abschiebung veranlasst habe, so die Aktivisten. Nach aktuellen Informationen der Unterstützer soll der Flüchtling inzwischen in der norwegischen Hauptstadt Oslo angekommen sein. Von dort aus könnte er vielleicht sogar schon in sein afrikanisches Heimatland abgeschoben worden sein, befürchten Unterstützer aus der Uni-Stadt. Direkten Kontakt zu dem Flüchtling hatten sie seit Freitag früh nicht mehr.

Man werde alles dafür tun, dass der junge Mann wieder nach Göttingen zurückkommen kann, wurde bei der Kundgebung angekündigt. „Wir werden weiter gegen Abschiebungen kämpfen und es den Behörden so schwer wie möglich machen“, ergänzte die Aktivistin.

Anschließend setzte sich ein Demonstrationszug in Richtung Neues Rathaus in Bewegung.

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