Göttinger Studenten-Theater: Operation nach Dachschaden

OP-Theater stellt Pläne vor: Anke Detken, Leiterin des ThOP (Zweite von rechts) blickt mit allen Beteiligten trotz Sanierung optimistisch in die Zukunft beim Theater im OP. Foto: Gewert

Göttingen. Die Operation ThOP geht in die nächste Runde – 30 Jahre wird das Studentische Theater im OP nun alt. Aber die große Feier bleibt in diesem Jahr aus. Mehr noch: Ein undichtes Dach bringt den Spielplan durcheinander. Das Gebäude muss nun repariert werden.

Die bauliche Herausforderung stellt das Personal vor eine neue Situation. Anstehende Produktionen müssen auf andere Spielorte ausweichen, die Jubiläumsfeier wurde auf das nächste Jahr verschoben und noch läuft der Kartenvorverkauf schleppend. Das Theaterstück „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“, wie auch andere Vorstellungen, werden nun in der Aula der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, Waldweg 26, aufgeführt.

„Das Theater muss sich nun selbst operieren“, sagt Anke Detken, Leiterin des ThOP. „Es ist für uns eine emotionale Belastung und schwierig, wenn Raum wegbricht. Die Produktion im Januar muss jedoch ausfallen, das steht bereits fest.“ Für die Studierenden sei das ärgerlich, weil sie durch die Mitwirkung Credits als Schlüsselqualifikation für das Studium bekämen – oder eben nicht, wenn alles ausfalle.

Mit bis zu 150 Veranstaltungen und 11.000 Zuschauern jährlich hat sich das ThOP zu einem der größten universitären Theatern in Deutschland entwickelt, in dem aber nicht nur Studenten mitwirken.

Informationen: 

www.thop.uni-goettingen.de

„Wir hoffen, dass uns die Anhänger treu bleiben“, sagt Detken. Studierende können Kurse belegen, Lehrende Seminare anbieten. Jetzt müsse geschaut werden, ob die Studierenden möglicherweise in anderen Lehrveranstaltungen unterkommen.

Das Theater bietet neben den Theaterproduktionen auch Kurse zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen und anderen studienrelevanten Zertifikaten an, was von Studenten gern angenommen wird.

„Ich lerne hier für mein ganzes Leben“, sagt Christa Gaisbichler, studentische Hilfskraft am ThOP. Birgit Friedrichs vom Gebäudemanagement hofft, dass die Arbeiten zügig beginnen und im nächsten Frühjahr beendet werden können. (mtg/tko)

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