Nach Erdbeben in Nepal: Studenten sind wieder daheim

Göttingen/Kathmandu. Die Studenten-Gruppe der Uni Göttingen, deren Professor bei dem Erdbeben in Nepal ums Leben kam, ist sicher in Deutschland zurück. Sie bekommen Unterstützung, damit sie die Ereignisse verarbeiten können.

Die Studentengruppe landete am Mittwoch in den Abendstunden am Flughafen Frankfurt an. Das gab die Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel bekannt. „Wir sind sehr froh, dass die Stundenten wieder in Deutschland sind. Es geht ihnen gut. Nur wenige haben Schürfverletzungen“, sagte die Präsidentin. „Die Studenten haben die schwierige Situation als Gruppe gut gemeistert. Darauf sind wir ein bisschen stolz.“ Zudem habe der wissenschaftliche Mitarbeiter die Gruppe sehr gut geführt.

Die Universität hatte für die Abholung der Studenten gesorgt. Am Frankfurter Flughafen wurde die Gruppe in einem abgeschirmten Bereich empfangen. Mit dabei waren auch Angehörige. Ohnehin sollte die Reise am Mittwoch zu Ende gehen. Seit dem Erdbeben stand die Uni in ständigem Kontakt mit dem Reisveranstalter.

Für die Studenten gibt es nun Betreuungsangebote von verschiedenen Seiten – zum Beispiel von der Universität, der Universitätsmedizin sowie von den Hochschulgemeinden. Beisiegel: „Die Studenten sind sehr glücklich, dass sie jetzt aus Nepal raus sind.“ Die Göttinger sind laut Beisiegel den nepalesischen Betreuern dankbar, die sich intensiv gekümmert haben.

Die Geographie-Studenten waren Anfang April mit Prof. Dr. Matthias Kuhle zu einer wissenschaftlichen Exkursion nach Nepal gestartet. Der Wissenschaftler kam am Samstag bei einem Steinschlag nach dem Erdbeben ums Leben. Er war tödlich am Kopf verletzt worden. Uni-Präsidentin Beisiegel kündigte an, dass es eine Trauerfeier für den verstorbenen Wissenschaftler geben wird.

„Weil die Studierenden in Nepal am Berg waren, haben sie das Ausmaß der Katastrophe erst peu à peu mitbekommen. Sie waren als Gruppe stark“, sagte die Präsidentin. Sie macht deutlich, dass es auch weiterhin wissenschaftliche Exkursionen, zum Beispiel nach Nepal, geben soll. Dies sei ein wichtiger Teil der Ausbildung der Studierenden. Die betroffenen Studierenden sollen nun auf alle Fälle den notwendigen Freiraum bekommen, damit sie sich körperlich und psychisch erholen können.

Rubriklistenbild: © dpa

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