1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

Nach Göttinger Professoren-Urteil: Auch Nebenklage legt Revision ein

Erstellt:

Von: Heidi Niemann

Kommentare

Das Landgericht Göttingen: Hier war der Professor verurteilt worden.
Das Landgericht Göttingen: Hier war der Professor verurteilt worden. (Symbolbild) © Archiv

Auch die Nebenklage legt nach einem Urteil gegen einen Göttinger Professor Revision ein. Das Verfahren geht in die nächste Runde.

Göttingen – In dem Strafverfahren gegen einen Professor der Universität Göttingen hat neben der Staatsanwaltschaft jetzt auch einer der Nebenklagevertreter Revision gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen eingelegt.

Ziel sei es, auch eine Verurteilung wegen sexueller Nötigung zu erreichen, sagte der Göttinger Rechtsanwalt Steffen Hörning. Derr Anwalt vertritt eine Doktorandin, die wiederholt von dem Professor in dessen Dienstzimmer geschlagen worden sein soll.

Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte ihr unter anderem 15-mal mit einem Bambusstock auf das bekleidete Gesäß geschlagen hatte. Später habe es noch mehrere weitere Vorfälle dieser Art gegeben.

Dabei habe er ihr auch einmal mit der Hand auf das nackte Gesäß geschlagen. Das Landgericht hatte den Professor zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft will mit ihrer Revision eine höhere Strafe erreichen

Das Urteil hat zahlreiche empörte Reaktionen ausgelöst. Die Verteidigung hat nach Angaben eines Gerichtssprechers keine Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Inzwischen sei die Frist abgelaufen. (Heidi Niemann)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion