Nach Paris: Stärkere Kontrollen in der Stadt- und in der Lokhalle

Größter Veranstaltungstempel der Region: Die Göttinger Lokhalle, wo Messen, Kongresse, Kultur- und Sportveranstaltungen stattfinden, fasst bis zu 7500 Zuschauer. Im Dezember tritt hier auch noch zwei Mal die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga an. Besucher müssen sich nach den Anschlägen von Paris auf intensivere und zeitaufwändigere Kontrollen gefasst machen. Foto: Jelinek

Göttingen. Die Betreiber der größten Veranstaltungshalle der Region, der Lokhalle, haben die Sicherheitsstandards nach den Anschlägen von Paris erhöht. Besucher müssen bei allen Veranstaltungen mit stärkeren Kontrollen und Zeitverzögerungen beim Betreten der Stadt- und Lokhalle rechnen.

„Wir haben direkt nach den Anschlägen in Paris mit intensiveren und umfassenden Personenkontrollen reagiert und die Einlass-Situation an den Hallen verändert“, sagt Kai Ahlborn, stellvertretender Leiter der Lokhalle und Stadthalle, für die die verschärften Kontrollen ebenfalls gelten. Die Maßnahmen seien mit der Polizei abgestimmt.

Die Besucher müssen auch in näherer Zukunft mit intensiveren und zeitaufwändigen Kontrollen rechnen, wie Ahlborn sagte, der um Verständnis für eventuell entstehende Verzögerungen an den Einlässen bittet. Letztlich seien die Kontrollen aber für das Wohl aller  – und darum ginge es dem Veranstalter, die Gesellschaft für Wirtschaftsentwicklung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG).

Die hatte übrigens bereits früher nach bestimmten Anschlägen verschärfte Kontrollen angesetzt und längere Zeit aufrechterhalten. „Stärkere Sicherheitsüberprüfungen gab es natürlich auch schon vor Paris, gemäß unserem Sicherheitskonzept“, schildert Ahlborn. Die Lokhalle fasst bis zu 7500 Besucher, und ist damit die größte Veranstaltungshalle weit und breit. Die Stadthalle hat ein Fassungsvermögen von 1650 Besuchern.

Jede Veranstaltung wurde und werde auch weiterhin individuell bewertet. „Für jede unserer Veranstaltungen wird eine Gefährdungsanalyse durchgeführt, abhängig auch von der Art der Veranstaltung und der Zusammensetzung des Publikums. Dazu kommen äußere Einflüsse wie Naturereignisse mit Sturm, Wind, Gewitter.

Die GWG stünde laut Ahlborn im Übrigen – wie schon in der Vergangenheit – in einem ständigen Austausch mit den für die Sicherheit zuständigen Behörden.

Nach den Anschlägen von Paris am 13. März, wo auch ein Konzert der Rock-Band „Eagles of Deathmetal“ in der Halle „Bataclan“ betroffen war, hat in Göttingen bereits in der Lokhalle das Konzert des Rappers Sido stattgefunden. Es gab keine besonderen Vorkommnisse und nach Aussagen von Besuchern keine Klagen über schärfere Kontrollen. Im Gegenteil, wie Kai Ahlborn sagt: „Die Kontrollen stoßen auf großes Verständnis und große Akzeptanz.“

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