Was wird aus Schülertransporten und Buslinien?

Nach Rizor-Konkurs: SPD fordert Sicherung des Busverkehrs

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Busunternehmen Rizor: Der Fahrbetrieb soll Ende Januar eingestellt werden. Wie Buslinien und Sonderfahrten weiter bedient werden ist noch unklar.  

Göttingen. Kurz nach der HNA-Nachricht das Busunternehmen Rizor würde Ende Januar seine Fahrten einstellen, fordert die SPD-Kreistagsfraktion den Kreis zum Handeln auf.

Man sei bislang davon ausgegangen, dass im Rizor-Konkursverfahren und mit neuen nachfolgenden Unternehmensstrukturen „sowohl die Linienverkehre als auch die Schülertransporte ohne Beeinträchtigungen fortgeführt werden können“, sagt die SPD-Kreistagsabgeordnete Bärbel Diebel-Geries.

Wenn das nun am Insolvenzverwalter scheitere, dann müsse der Landkreis „alles tun, die Fahrten aufrecht zu erhalten“, heißt es in einer von Pressemitteilung der Kreistagsfraktion.

Zu den nötigen Maßnahmen zählten laut SPD längerfristige Vorfinanzierungen, an denen der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) arbeite. Zudem müssten für die „Sonderverkehre der Göttinger Werkstätten und der Harz-Weser-Werkstätten schnell Klarheit hergestellt werden“, fordert die SPD.

Diebel-Geries fordert auch eine Unterrichtung der Gemeinden im Altkreis Göttingen und Osterode über die Auswirkungen und eine zuverlässige Sicherstellung des Schülertransportes zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres ab Anfang Februar.

Es könne auch nicht angehen, dass es zu Einschränkungen bei den Buslinien 150, 155 und 170 komme. Schon jetzt gebe es laut Diebel-Geries, die auch im ZVSN-Verbandsausschuss sitzt, „massive Beschwerden und Unregelmäßigkeiten im regulären Linienverkehr“, die nicht länger hingenommen werden könnten.

„Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit dürfen nicht länger bagatellisiert werden“, sagt die Kreistagsabgeordnete, die auch hofft: „Vielleicht ist die Insolvenz die Chance zum fahrgastfreundlichen Neubeginn.“

Das südniedersächsische Busunternehmen Rizor stellt zum 31. Januar 2018 den Fahrbetrieb ein. Dies wurde den Mitarbeitern am Montag auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Die Kündigungen für die 190 Mitarbeiter sollen noch in diesem Jahr verschickt werden. Ende August hatte das Unternehmen mit Standorten in Hildesheim und Nesselröden bei Duderstadt Insolvenz angemeldet. 

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