Sicherheitsmaßnahmen wurden erhöht

Nach Schießerei in Halle: Streifenwagen steht vor Göttinger Synagoge

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Die Göttinger Synagoge: Das Gebäude stand früher einmal in Bodenfelde. 

Als Reaktion auf den Anschlag von Halle hat die Göttinger Polizei die Sicherheitsmaßnahme für die jüdische Gemeinde in Göttingen erhöht.

So steht während der Gottesdienste zum heutigen Jom Kippur-Fest ein Streifenwagen vor der Tür. Außerdem wird der Bereich rund um die Göttinger Synagoge verstärkt von der Polizei „bestreift“.

„Wir hatten schon schnell nach dem Attentat einen Hinweis, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen“, sagte Thomas Rath, Chef der Polizeiinspektion Göttingen. Daraufhin habe die Polizei Kontakt mit der jüdischen Gemeinde und dem jüdischen Kulturverein in Göttingen aufgenommen und die notwendigen Maßnahmen besprochen, hieß es am Mittwoch.

Ministerpräsident Weil ist entsetzt

„Ich bin entsetzt und erschüttert über die Tat vor der jüdischen Synagoge in Halle. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil in einer ersten Reaktion am Abend.

„Auch wenn die Motive für die tödlichen Schüsse derzeit noch unklar sind, es deutet offenbar vieles auf einen rechtsextremen Hintergrund hin. Es macht mich fassungslos und betroffen, dass Menschen jüdischen Glaubens an ihrem höchsten Feiertag Jom Kippur in Trauer, Angst und Schrecken versetzt wurden und Synagogen unter besonderen Polizeischutz gestellt werden mussten. Angriffe auf Synagogen erinnern uns an die dunkelste Phase unserer Geschichte. Das darf sich nie wiederholen! Gerade vor diesem Hintergrund handelt es sich um einen Angriff auf unsere gesamte Gesellschaft, wir müssen in Solidarität für unser friedliches Zusammenleben einstehen.“

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