Die Nacht gehört dem Wissen: Samstag 320 Aktionen in Göttingen

Attraktion: Während der Nacht des Wissens am 21. Januar wird der Nachbau des Lilienthal-Gleiters im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen zu sehen sein. Hier bei Tests 2016 im Windkanal. Foto: Privat/Archiv

Göttingen. Wenn die Universität Göttingen am Samstag, 21. Januar, bei der „Nacht des Wissens“ ihre Pforten öffnet, erwarten die wohl mehreren zehntausenden Besucher zahlreiche Angebote an 25 Veranstaltungsorten.

„Alle Fakultäten beteiligen sich“, sagt Benjamin Bühring von der Uni Göttingen. Darunter sind einige Höhepunkte, die dieses Jahr zum ersten Mal präsentiert werden. Dazu bietet die Uni wieder Bus-Linien an, die kostenfrei genutzt werden können. Die Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel hofft auf zahlreiche Besucher: „Ich denke, dass wir an der 20 000-Besucher-Marke kratzen können.“

dlr Göttingen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen zeigt in seinen Räumlichkeiten in der Bunsenstraße zum 125-jährigen Jubiläum des ersten Menschenflugs von Otto Lilienthal dessen Fluggerät im Maßstab 1:1. „Der Gleiter wird zum ersten Mal in der Universität ausgestellt“, sagt Prof. Dr. Joachim Block vom DLR. Als weitere Besonderheit kann erstmals der neue Turbinenprüfstand besichtigt werden.

Das DLR verfügt über einen der weltweit leistungsstärksten Prüfstände für Flugzeugturbinen. Kinder können das Schüler-Labor besuchen, das viele Aktionen zum Thema „Flugzeuge“ anbietet.

Sonnensystemforschung

Beim Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung MPS) am Nordcampus liegt besonders das Kinderprogramm im Fokus. Unter dem Motto „Sonnensystem zum Mitmachen“ können die Besucher Kometen backen, Meteoriten-Einschläge im Sand simulieren und Sonnensysteme basteln. Daneben vor allem Aktionen zum Anfassen: So kann die DNA einer Tomate entnommen oder dem Klang der Sterne gelauscht werden. Achtung: Für Führungen muss man sich vorher anmelden!

Uniklinikum

Die Universitätsmedizin stellt den Operations-Roboter „Da Vinci“ und die Roboter-Hand „Michelangelo“ für Neurochirurgen vor. Die Besucher können „Michelangelo“ auch selbst ausprobieren. Das begehbare Organ, das ausgestellt wird, ist der Darm. Auf sechs Metern werden dort typische Krankheitsbilder gezeigt. Auch ist es möglich, das Alter seiner Gefäße messen zu lassen. Ab 22 Uhr geht es um „Sex, Drugs and Rock ‘n’ Roll“. Medizinisch wird untersucht, warum so viele bekannte Musiker mit 27 Jahren verstorben sind.

HAWK

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) auf den Zietenterrassen besitzt einen Nebelkanal, der Strömungen sichtbar macht. In den Physik-Laboratorien sehen die Besucher auch Laser, Holografie und optische Geräte in Aktion.

Bus-Service

Wie der Eintritt zu allen Veranstaltungen sind auch die drei Bus-Linien kostenfrei. Die erste Linie fährt im Zehn-Minuten-Takt und hält unter anderem an der Burckhardtstraße, am Klinikum, am Kulturwissenschaftlichem Zentrum (KWZ), am Zentralen Hörsaal-Gebäude (ZHG), am Bahnhof und am Theaterplatz. Linie zwei verkehrt alle halbe Stunde und fährt über den Bahnhof, die Bunsenstraße, die HAWK und das Groner Tor. Die dritte Linie kommt alle 15 Minuten und steuert die Tammannstraße, das Klinikum, das KWZ, das ZHG und den Bahnhof an.

Internet

Weitere Infos zu allen Veranstaltungen sind auf der Internetseite www.ndw.uni-goettingen.de zu finden. Dort können die Besucher unter „Meine Nacht“ alle Veranstaltungen, die sie besuchen möchten, auswählen und ihre „eigene Nacht“ planen und sich auch anmelden.

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