Nacht des Wissens

25 000 waren am Samstag in Göttingen auf der Suche nach dem Wissen

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Die Hand am Riesen-Ohr: Kinder ertasten das Ohr-Modell im Klinikum.

Göttingen - Mehr als 25 000 Menschen haben am Samstag die 4. Nacht des Wissens in Göttingen besucht,  so die  Schätzung der Uni Göttingen, die die NDW koordiniert.

Die Veranstaltung war quantitativ noch einmal gewachsen: 25 Orte mit 370 Einzel-Veranstaltungen waren 50 mehr als 2017 und eigentlich eine positive Überforderung für das Publikum. Das präsentierte sich oft hervorragend präpariert: Farbige Klebestreifen in den Programmheften waren zu sehen, zeugten von einer Vorbereitung und selbst erstellten Route durch die „Nacht“.

Auch dass nasskalte Wetter verhinderte nicht, dass viele Menschen, darunter etliche aus der näheren und weiteren Umgebung, den wissenschaftlichen Puls der Forschungsstadt fühlen wollten.

Der Wissenschaftsstandort zeigte sich diesmal noch breiter: Das größte Unternehmen am Ort – nach Uni und Uni-Medizin – die Sartorius AG war auch mit dabei, so wie es der Konzern auch als Partner am Göttingen Campus ist, dem Miteinander von Forschungs- und Lehreinrichtungen der Stadt. Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg hat mehrfach öffentlich eine noch stärkere Kooperation von Wirtschaft, Universität und Stadt gefordert. Er selbst lebte sie auch am Samstag vor: Kreuzburg besuchte Veranstaltungen der Universitätsmedizin – zusammen mit UMG-Vorstandssprecher Heyo K. Kroemer.

Mit im Boot war aus der Wirtschaft erstmals auch das Hotel Freigeist, das ja später, nach Fertigstellung, Nachbar und Partner des Uni--Museums Forum Wissen sein wird.

Die zentralen Veranstaltungsorte waren: Zentral- und Nordcampus, Uni-Klinikum, Innenstadt, HAWK auf den Zietenterrassen und das Industriegebiet Grone mit dem Sartorius-Campus.

Gut 6000 Besucher kamen allein in das Uni-Klinikum, das allein 55 Programmpunkte in der NDW-Broschüre untergebracht hatte. „Diese Wissensnacht ist ein überzeugendes Format. Hier können wir die spektakulärsten Erkenntnisse unserer medizinischen Forscherinnen und Forscher direkt nachvollziehbar in Experimenten den Menschen nahe bringen.“ Kroemer zeigte sich "sehr beeindruckt, wie viele Mitarbeiter und Ärzte der UMG sich mit Leidenschaft und Ausdauer dem Besucherandrang stellten“.

Uni-Präsidentin Prof. Ulrike Beisiegel freute sich am Sonntag stellvertretend für alle Beteiligten sehr über die starke Resonanz und bedankte sich bei den Partnern am Göttingen Campus, allen Einrichtungen und Mitarbeiten. Diese hätten die „4. Göttinger Nacht des Wissens zu einem solchen Erfolg gemacht“.

Ein Erfolg war auch die ausgenommen positive, angenehme Stimmung an den Veranstaltungsorten und die Tatsache, dass so viele Menschen Göttingen an einem Samstag außerordentlich belebt haben. Dass nebenbei auch noch die BG-Bundesliga-Basketballer den Favoriten Alba Berlin schlugen, ist eine schöne - aber zweifelohne - Randnotiz. tko

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