Science-Slam sorgte für große Begeisterung

Video: 19.000 Menschen bei der Nacht des Wissens in Göttingen

Göttingen. Gut 19.000 Besucher kamen zur 2. Nacht des Wissens in Göttingen. Damit wurde die Besucherzahl der ersten Veranstaltung 2012 übertroffen.

„Es ist toll, wie viele Menschen hier sind“, schwärmte Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, schon früh bei ihrem Besuch im Zentralen Hörsaalgebäude. „Das ist eine Werbung für die Wissenschaftlichen Einrichtungen und die Stadt.“

„Super, wir sind sehr zufrieden“, sagte der Pressesprecher der Universität Göttingen, Thomas Richter, kurz vor Mitternacht am Samstagabend, als er das 3. Physikalische Institut am Uni-Nordcampus besuchte. Dort brachten die meist vollen Shuttle-Busse noch nach 23 Uhr massenweise Besucher zum Nord-Campus.

Koordinatorin Regina Lange und Gebäudemanagement-Chef Rainer Bolli von der Universität waren am Ende glücklich, dass alles glatt gegangen und nichts Außergewöhnliches war, keine Unfälle passiert waren. „Darüber bin ich sehr froh“, sagte Lange.

Sehr zufrieden äußerte sich auch Stefan Weller, Pressesprecher der Universitätsmedizin Göttingen: „Alles super, hier ist sehr viel los“, zeigte er sich schon um 22 Uhr zufrieden.

Das Klinikum war wohl selten so bevölkert an einem Samstagabend – die medizinische Versorgung aber blieb unbeeinträchtigt, lief inklusive Notaufnahme wie üblich weiter, während in der umgebauten Mensa die Göttinger Band „Flooot“ den Saal rockte.

Voll war es auch im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) am Campus der Universität. Hier ging teilweise in den Hörsälen – auch bei Themenvorträgen – nichts mehr für die Besucher. „Voll“, war oft zu hören, so beim Science-Slam, der für große Begeisterung sorgte.

Kaum durch drangen angesichts der Besuchermassen hingegen die Podiumsdiskussionen zu den Themen Universität und Stadt sowie Wissenschaftsmuseum.

Weitaus attraktiver für die Besucher hingegen waren die Tanz- und Showeinlagen auf der großen Bühne im Zentralen Hörsaalgebäude.

Von Thomas Kopietz

Fotos von der Nacht des Wissens

Fotos von der Nacht des Wissens 2015 in Göttingen

Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel wertete für die Universität als Koordinator die Wissensnacht als einen außerordentlichen Erfolg: „Es ist überzeugend in beeindruckender Art und Weise gelungen, viele Menschen für die Wissenschaft zu begeistern. Das wollten wir erreichen.“

Hier die Eindrücke der HNA-Mitarbeiter:

Aktualisiert
um 20.40 Uhr.

Außerirdisches trifft höchst irdische Genüsse: Während im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung Holger Sierks über die fantastischen Fotos der Raumsonde Rosetta erzählt, kommen draußen viele nicht am Bratwurststand vorbei! Die Dämpfe locken so viele Menschen an wie am anderen Gebäudeeck die grasgrüne Rauch-Laser-Illumination. Und: Ein Forscher hat Durst, erklärt lässig mit dem Bier in der Hand die Ergebnisse der Raummission.

Leben geht weiter: Tausende bevölkern das Klinikum, wo sonst um diese Zeit nur Mitarbeiter und Kranke in gespenstischer Ruhe arbeiten und liegen. Doch das Klinikleben geht trotz Trubel weiter: Während die Band Flooot den Mensa-Saal rockt, werden in der Notaufnahme Patienten eingeliefert und behandelt. Während die Massen an der Bibliothek vorbeiflanieren, arbeiten Studenten hinter der Glasscheibe zwischen Bücher- und Mappenbergen: Wissenschaft trifft Öffentlichkeit.

Schlange stehen: Bemerkenswert entspannt sind die meisten Besucher. Langes Warten auf die Cocktails oder Getränke: kein Problem! Das färbt ab: Servicepersonal und Wissenschaftler sind locker und begeistert bei der Sache.

Roboter schreiben: Da staunen die Kinder nicht schlecht. Im Physikalischen Institut imitierte ein Roboter-Arm die Schreibschrift eines kleinen Jungen, der zuvor seinen Namen geschrieben hat. Und der sechsbeinige Roboter „Amos Zwei“ zeigt sein Können, bewegt sich selbstständig, weicht Hindernissen aus und orientiert sich an Lichtquellen. Student Jan-Matthias Braun erklärt, wie er Maschinen Aufgaben beibringt, auch Salat zuzubereiten.

Kreative Besucher: Überall wird gebaut und gebastelt: Raumsonden- oder Gehirn-Modelle, sogar ein Teleskop aus Lego-Steinen. Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist Mitarbeit gefordert: Sie nehmen am Experiment im Test-Jet teil und werden befragt, wie angenehm Temperatur und Luftströme im Flugzeug sind.

Heimwerker: Mal so richtig bohren können Kinder und Erwachsene im Ausbildungszentrum der Zahnmediziner. „Die sind ja so kaputt“, sagt Lena und schaut, wo im Mund der Testpuppe ein Zahn zu finden ist, den sie mit dem High-Speed-Bohrer bearbeiten kann. „Nimm doch Papas!“, rät die Schwester. Und operieren am Super-Roboter „Da Vinci“ durften Besucher auch. Die UMG hatte die Geräte sogar ins Foyer geholt.

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