Bundesarbeitsministerin informierte sich 

Nahles bei Sartorius: Vorbildliches Beispiel für Integration von Flüchtlingen

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Gesprächsrunde am Arbeitsplatz: (von links) Sartorius-Chef Dr. Joachim Kreuzburg, SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Laborant Dara Yassin. 

Göttingen. Hoher Besuch beim Pharma- und Laborzulieferer Sartorius. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) informierte sich über die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen bei dem Göttinger Vorzeigeunternehmen.

„Wir haben uns schon vor einem Jahr über das Thema unterhalten, als der Massenansturm noch gar nicht abzusehen war“, berichtete Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg. Weil es sowohl für die Betroffenen als auch für das Unternehmen eine Chance biete, habe man sich entschlossen, in diversen Tätigkeitsfeldern Praktikumsplätze zu vergeben.

Von den 14 Personen aus sechs Ländern, die das dreimonatige Praktikum absolvierten, habe man 13 übernommen und ihnen einen Arbeitsplatz oder eine Ausbildungsstelle gegeben. „Und da sind wir sehr stolz drauf“, sagte Kreuzburg.

Vorbildliches Beispiel

„Sartorius ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie es mit der Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt laufen kann“, betonte Nahles. Besonders hervor hob sie den Umstand, dass das Unternehmen die Intensivsprachkurse für die Praktikanten finanzierte. Auf ihre Frage, welche Erfahrungen die Göttinger bei der Vorauswahl der Bewerber gemacht habe, verwies Joachim Kreuzburg auf die Wichtigkeit von Praktika. „Dadurch kann man genau sehen, wie der Bewerber eingesetzt werden kann und welche Fähigkeiten er hat“, sagte er.

Von den vier ausländischen Mitarbeitern, die an dem Gespräch teilnehmen, wollte die Bundesarbeitsministerin wissen, welche die größten Hürden für sie gewesen seien. „Neben der Sprache war das vor allem die Gewöhnung an die Abläufe und die Größe des Unternehmens“, sagte Dara Yassin, der seit kurzem als Laborant bei Sartorius tätig ist. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann (SPD) sollte wissen, ob es dort eine Fortsetzung des Integrationsprojektes geben werde. „Auf jeden Fall“, betonte Joachim Kreuzburg. „Zum 15. Juni haben wir bereits zwei neue Praktikanten bei uns an und zum Herbst wird dann noch mal eine größere Gruppe anfangen“, sagte er. 

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