Nahverkehr: Zentrale soll Tipps zur Mobilität geben

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Info-Turm am Zentralen Omnibusbahnhof in Göttingen: Dort soll die Mobilitätszentrale zu finden sein. Dazu muss allerdings noch ein Konzept entwickelt werden.

Göttingen. Das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr im ländlichen Raum in Südniedersachsen ist besser als sein Ruf, sagen Experten. Das Problem: Viele kennen die Möglichkeiten nicht.

Bringschuld: Das soll sich nun ändern. In dieser Woche gab es dazu eine Auftaktrunde in Göttingen, an der über 30 Akteure, zum Beispiel von Verkehrsunternehmen, teilnahmen. Sie wollen dafür sorgen, dass die Bevölkerung die Angebote besser annimmt. „Wir haben eine Bringschuld“, brachte es Diplom-Ingenieur Gerhard Löcker vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen auf den Punkt.

Mobilitätszentrale in Göttingen: In Göttingen soll eine Mobilitätszentrale entstehen, die unter anderem von der Stadt Göttingen, dem Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen und den Verkehrsunternehmen getragen wird. Der Anlaufpunkt wird im Info-Turm am Zentralen Omnibusbahnhof zu finden sein. Dort, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof, soll es für alle Interessierten Informationen aus erster Hand geben. Dazu muss allerdings noch ein Konzept entwickelt werden.

Vernetzung aller Angebote: In der Göttinger Mobilitätszentrale werden alle Angebote gebündelt abrufbar sein. Neben den klassischen Angeboten mit Bus und Bahn geht es dabei auch um ganz neue Modelle der Mobilität. Dazu gehört zum Beispiel der EcoBus, der in Südniedersachsen mit Kleinbussen Nahverkehr zwischen den Dörfern zu bezahlbaren Preisen anbieten soll. Durch die Vernetzung aller verfügbaren Angebote soll dabei zudem erreicht werden, dass es keine Doppelstrukturen gibt.

Infos auf allen Kanälen: Informationen über die Angebote soll es für Fahrgäste nicht nur im Internet oder per Smartphone geben. Auch per Telefon sollen immer Ansprechpartner erreichbar sein.

Mobilitätspaten: Damit die Angebote auch im ländlichen Raum bekannt gemacht werden, sind künftig Mobilitätspaten vorgesehen. Die Ehrenamtlichen sollen die Ansprechpartner in den Dörfern werden und Fahrgästen Tipps zur Nutzung des Angebots geben. Für die Schulung der Paten will die Ländliche Erwachsenenbildung ein Konzept entwickeln.

Mobilitätsbeaufragte: Weiterhin sollen die Städte und Gemeinden in das künftige Konzept einbezogen werden. Sie sollen Mobilitätsbeauftragte benennen, die sich schwerpunktmäßig um dieses Thema kümmern.

Hintergrund:

Wer sich über Angebote im Nahverkehr informieren will, hat jetzt schon vielfältige Möglichkeiten dazu.

So gibt es das Info-Telefon des Verkehrsverbundes Südniedersachsen (VSN), das unter der Göttinger Rufnummer 05 51/99 80 99 zu erreichen ist.

Für Smartphone-Nutzer bietet sich die App der Deutschen Bahn an. Darüber sind auch praktisch alle Busverbindungen abrufbar.

Im Internet kann man Infos unter den Adressen www.vsninfo.de sowie www.bahn.de bekommen.

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